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Mittwoch, 23. Januar 2013

Chinesen verhaften weitere 15 Tibeter

Chinesische Behörden nehmen 15 Tibeter wegen Weitergabe von Informationen über Feuerproteste fest

Bei ihrem harten Vorgehen als Reaktion auf die Welle der Selbstverbrennungsproteste haben die chinesischen Behörden nun in der Region Luchu der Präfektur Kanlho, Provinz Gansu, acht weitere Tibeter festgenommen, darunter auch jemanden aus der Familie eines Feueropfers, weil sie angeblich Außenstehende mit Informationen über die Feuerproteste versorgt haben.

Am 20. Dezember 2012 stellten die Behörden Kalsang Samdrub, einen 44jährigen Mönch des Klosters Sherab Phuntsok Rabgayling, in seiner Unterkunft im Kloster zur Rede. Am folgenden Tag nahmen sie ihn fest, weil er angeblich mit den „spalterischen“ Kräften im Ausland in Verbindung stehe.

Die anderen sieben, Nyima, Lhamo Dorje, Dorjee Dhondrub, Kalsang Kyab, Kalsang Sonam, Kalsang Namdren und Sonam Kyi, die alle Laien sind, wurden drei Tage später festgenommen. Die Behörden warfen ihnen vor, Leute von außerhalb kontaktiert und ihnen Informationen über den Selbstverbrennungsprotest von Tsering Namgyal, der sich 29. November 2012 in der Nähe eines Regierungsgebäudes in Luchu in Brand gesetzt hatte, geliefert zu haben.

Einer der Festgenommenen, Kalsang Namdren, ist ein Schwager von Tsering Namgyal. Die einzige Frau aus der Gruppe, Sonam Kyi, war bereits früher einmal inhaftiert, weil sie angeblich Informationen über die Massenerhebung 2008 in Lhasa an Außenstehende gesandt habe. Seit dieser Zeit ist es ihr verboten nach Lhasa zu reisen.

Statt auf die Beschwerden der Protestierenden einzugehen, haben die Behörden auf die Vielzahl der Selbstverbrennungen hin eine Reihe von strengen Gegenmaßnahmen ergriffen; so soll nun jeder, bei dem Begünstigung oder Anstiftung zur Selbstverbrennung festgestellt wird, des Mordes angeklagt werden, während Leute, die für die Feueropfer beten oder den Angehörigen ihr Beileid ausdrücken, anderweitig bestraft werden.

Schon mehrere Tibeter wurden unter der Anklage, andere mit Informationen über die Selbstverbrennungsproteste versorgt zu haben, festgenommen und zu langen Gefängnisstrafen verurteilt.

Seit 2009 gab es 96 (98) bekannt gewordene Fälle von Tibetern, die sich aus Protest gegen Chinas Herrschaft anzündeten. Auch im neuen Jahr gab es bereits eine Selbstverbrennung. Tsering Tashi, 22, erlag am 12. Januar 2013 in der Gegend Amchok von Sangchu seinen Verbrennungen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, dass die chinesische Polizei in Gansu sieben Tibeter in Gewahrsam genommen habe, denen sie vorwirft, Sangye Gyatso zu seiner Tat im Oktober aufgehetzt zu haben. Hinter der Selbstverbrennung steckten laut Xinhua „führende Mitglieder des zur Dalai Clique im Ausland gehörenden Tibetischen Jugendkongresses“.

Der Dalai Lama wies in einer Erklärung die Anschuldigungen zurück, er trage mit Schuld an diesem Geschehen. Behauptungen, er habe diese Feuerproteste aus der Ferne angeregt, seien ein „Zeichen von Verzweiflung“ bei der chinesischen Führung.

Quelle Radio Free Asia u.a.

Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Oppenheimer

Donnerstag, 16. Juni 2011

Berichte und Namen zu Mönchen im Kloster Kirti, Ngabar, Tibet, welche von der chinesischen Regierung an einen unbekannten Ort verschleppt wurden.

Am 21. April 2011 wurden mehr als 300 Mönche aus dem Kloster Kirti in der Präfektur Ngaba mit Bussen zu einem unbekannten Ort verschleppt. Sie wurden laut Regierung zu einer "Fortbildung in Rechtsfragen" gebracht, wie man heutzutage in China zynischer Weise das was man früher "Umerziehung" nannte bezeichnet. Vor und während der Verschleppung wurden vier Tibeter, welche protestierten oder Widerstand leisteten, erschlagen.

Leider wird in westlichen Medien kaum über dieses Verbrechen berichtet, weil das Kloster und die Region streng von der Weltöffentlichkeit abgeschirmt ist und nur die Sichtweise der chinesischen Regierung nach außen dringt und diese auch nur, wenn überhaupt entsprechende Nachfragen gestellt werden. Nachrichten ohne Bilder sind in unseren Medien bedauerlicher Weise oft keine Nachrichten. Aus diesem Grund möchte ich einige Links in meinem Blog veröffentlichen und eine Namensliste veröffentlichen.

Meldung des Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (englisch)

Menschenrechtskommission der UN (englisch)

China startet Verleumdungskampagne gegen die Mönche des Klosters Kirti

Um den Opfern einen Namen und die ihnen gebührende öffentliche Aufmerksamkeit zu geben, werde ich hier die Namen der 160 von den verschleppten 300 Mönchen nennen, deren Name nach außen gedrungen ist:

1. Chedpa
2. Choe chok
3. Choechok
4. Choechok (der ältere)
5. Choedrup
6. Choejay
7. Choejor
8. Choekyi Gyaltsen
9. Choelo
10. Choepel Tashi
11. Choephel
12. Choephel
13. Choephel
14. Choephel Gyatso
15. Choezin
16. Choezin
17. Choezin
18. Choezin
19. Chokle Namgyal
20. Chuka Samten
21. Dakpa
22. Dawa
23. Dhargay
24. Dhondup Gyatso
25. Domchoe
26. Dongak Nyima
27. Gedhun Tsering
28. Gelek
29. Gelek Gyatso
30. Gelek Gyatso
31. Gendun
32. Gendun
33. Gendun Tsering
34. Golok Jinpa
35. Gyatso
36. Gyatso
37. Gyatso
38. Iknyen
39. Jampa
40. Jampel Tsultrim
41. Jamyang Gedun
42. Jamyang Gelek
43. Jamyang Gyatso
44. Jamyang Palden
45. Jamyang Tempa
46. Jamyang Tenzin
47. Jangkho
48. Jeygha
49. Jigme
50. Jigmey
51. Jigmey Gyatso
52. Kalden Gyatso
53. Karma Gelek
54. Karma Lhundrup
55. Kelwang
56. Khedrup Gyatso
57. Khesang
58. Kunchok Tenpa
59. Lekshey Gyatso
60. Lekshey Sangpo
61. Lhundup
62. Lhundup
63. Lhundup Ringmo
64. Lobsang
65. Lobsang Choedrak
66. Lobsang Gyatso
67. Lobsang Kelsang
68. Lobsang Ngawang
69. Lobsang Palden
70. Lobsang Paljor
71. Lobsang Rabjor
72. Lobsang Rinchen
73. Lobsang Samten
74. Lobsang Sopa
75. Lobsang Tenchok
76. Lobsang Tsering
77. Lobsang Tsondue
78. Lobsang Wangdrak
79. Lobsang Yarphel
80. Lobsang Yeshi
81. Lobsang Yeshi
82. Lodrak
83. Loepo
84. Lojik
85. Lolek
86. Lopel
87. Namdrol
88. Ngawang Choephel
89. Ngawang Dhargay
90. Ngawang Nyima
91. Ngawang Phuntsok
92. Ngawang Phuntsok (younger)
93. Ngawang Tendar
94. Ngodup
95. Norbu
96. Nyandak
97. Nyendak
98. Nyima
99. Palbar
100. Palden
101. Palden Sonam
102. Phagpa
103. Phuntsok
104. Phuntsok Tsering
105. Rabjor
106. Rabten
107. Rigzin
108. Rigzin
109. Rinzin Dorjee
110. Samdup
111. Samdup
112. Samten
113. Samten
114. Samten Dher
115. Samten Khachey
116. Sangye
117. Sangye
118. Shayon Sangye
119. Shayon Tashi
120. Shedup
121. Shega
122. Sherab
123. Sherab
124. Sherab Chung
125. Sherab Gyatso
126. Sherab Gyatso
127. Shiwa Lha
128. Sonam
129. Sonam Tenzin
130. Sonam Yarphel
131. Sotse
132. Takho
133. Tashi Choephel
134. Tashi Dhargay
135. Tashi Gyatso
136. Tashi Phuntsok
137. Tenzin
138. Thubten Dhargay
139. Thupten Jamyang
140. Thupten Phuntsok
141. Trinley Gyatso
142. Tse Trulku
143. Tsering
144. Tsering
145. Tsering Norbu
146. Tsezin
147. Tsondu
148. Tsongon Trulku
149. Tsultrim
150. Tsultrim Damchoe
151. Tsultrim Gyatso
152. Tsultrim Lodoe
153. Tsultrim Palden
154. Tsutrim Palden
155. Wangchen Wangchuk
156. Wangchuk Dhargay
157. Wangdak
158. Woesel
159. Woezo Lhundup
160. Yarphel

Samstag, 8. Januar 2011

Wikileaks:
China bezahlt Nepal für
Festnahme tibetischer Flüchtlinge

Bilder: Tibetische Grenzstädte zu Nepal

China setzt die nepalesische Regierung unter Druck, gegen Peking gerichtete Proteste der Tibeter auf ihrem Staatsgebiet zu unterbinden. Wie aus einer, von Wikileaks veröffentlichten
US-Depeche hervorgeht, setzt China auch seine finanzielle Stärke ein, um die nepalesische Polizei dafür zu bezahlen, daß sie Angehörige der Exilgemeinde festnimmt.

In den von der Whistle-Blower-Website veröffentlichten Botschaften spricht eine unbenannte Quelle der US-Botschaft in New Delhi immer wieder davon, dass „die chinesische Regierung die Streitkräfte Nepals belohne, indem sie Grenzsoldaten finanzielle Anreize biete, auf der Flucht aus China befindliche Tibeter festzunehmen und auszuliefern".

Die dem US-State Department unter dem Titel „Tagebuch Delhi“ von der US-Botschaft gesandte Notiz, die als vertraulich eingestuft wurde, enthält auch eine Aussage über den tibetischen Flüchtlingsstrom, welche die Quelle dem Botschafts-Angehörigen am 4. Februar gemacht hatte.
Wikileaks, das über 250.000 amerikanische diplomatische Depeschen veröffentlichte, hat die Namen der als Quelle genannten Personen, entfernt.
Die Zahl der indischen Boden betretenden Tibeter ist stetig zurückgegangen, seitdem Peking von Kathmandu verlangte, die Patrouillen nepalesischer Grenztruppen zu verstärken, um die Tibeter daran zu hindern, nach Nepal zu kommen, wie aus der Depesche, die auch von myrepublica online, der Website der nepalesischen Tageszeitung Republica, veröffentlicht wurde, hervorgeht.
Darin heißt es, die Zahl der in Indien eintreffenden Tibeter sei „seit dem Volksaufstand in Tibet von 2008 merklich zurückgegangen“.

In Nepal leben etwa 20.000 Exiltibeter, und seit den Unruhen 2008 in Lhasa gab es in der Hauptstadt mehrere anti-chinesische Demonstrationen. Nepal stand unter dem Druck Chinas, sie aufzulösen. Peking hat Nepal wiederholt aufgefordert, die tibetischen Flüchtlinge auf seinem Territorium besser zu kontrollieren und den Protesten Einhalt zu gebieten.

Diese Protestaktionen brachten die Regierung Nepals, die solide Beziehungen zu China anstrebt, in Verlegenheit. Nepal bekennt sich zu der „Ein-China-Politik“, die Tibet als einen integralen Teil Chinas betrachtet. Nepal hat wiederholt seinem mächtigen Nachbarn im Norden versichert, daß es nicht gestatten werde, daß auf seinem Territorium gegen China gerichtete Aktionen stattfinden. Nepal hat die Kontrollen verstärkt und die Tibeter davor gewarnt, anti-chinesische Proteste zu organisieren.

Unter dem wachsenden Druck des kommunistischen Regimes in China hat Nepal immer wieder tibetische Flüchtlinge, die „Nepal von China aus illegal betraten“, zurückbefördert. Zahlreiche Medienberichte bestätigen, daß die Behörden in Nepal in den letzten Jahren mehrfach tibetische Flüchtlinge den chinesischen Behörden auslieferten.

Quelle: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) Arbeitsgruppe München

Freitag, 10. Dezember 2010

Friedensnobelpreis 2010



Liste der 18 Länder die auf Grund einer Aufforderung des chinesischen Regimes nicht an der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo teilnahmen in alphabetischer Reihenfolge:

  • Ägypten, 
  • Afghanistan, 
  • Irak, 
  • Iran, 
  • Kasachstan, 
  • Kolumbien, 
  • Kuba, 
  • Marokko, 
  • Pakistan, 
  • die Philippinen, 
  • Russland, 
  • Saudi-Arabien, 
  • Serbien, 
  • Sudan, 
  • Tunesien, 
  • Ukraine, 
  • Venezuela 
  • Vietnam
Dies ist die illustere Runde der Staaten, von denen Menschenrechte und freie Meinungsäußerung als gefährlich eingeschätzt werden, und die sich daher hinter das Regime in Peking stellen.

Freitag, 8. Oktober 2010

Friedensnobelpreis 2010

Herzlichen Glückwunsch an

Liu Xiaobo

für den

Freitag, 16. April 2010

Erdbeben in Tibet oder in China?

Große Verwunderung bei interessierten Zuschauern über Nachrichten aus dem Erdbebengebiet. Alle Kanäle berichten von einem Erdbeben im "Westen Chinas" und zwar in der Provinz Qinghai, was ja auch sehr chinesisch klingt. Auf den Bildern der Berichterstatter sieht man aber immer wieder sehr viele Tibeter und tibetische Mönche, die wir unerfahrenen Westler in Tibet aber nicht in China in solcher Anzahl vermuten.

Mir war gleich klar, dass das, was wir hier zu hören und zu sehen bekamen, das Ergebnis chinesischer Politik war um Tibet als große und autonome Einheit endgültig zu zerstören.



Die Bevölkerung von Qinghai teilt sich wie folgt auf:

Chinesen 55%,
Tibeter 21%
Hui 16%

Diese Zahlen beziehen sich auf die heutige Realität. Tibeter und Tibet-Freunde müssen sich dieser Realität stellen. Mit dem andauernden Zustrom von Chinesen nimmt der Anteil der Tibeter immer noch weiter ab.

Tibet-Kenner wissen, dass das historische Tibet aus 3 Cholkhas bestand: Ü-Tsang (zentrales Tibet), Dotoe (Kham) und Kuppel (Amdo).
Kyegudo (Yushu), welches nun vom Erdbeben betroffen ist, liegt in Kham. Nach der Einteilung der chinesischen Machthaber ist es heute ein Teil der Qinghai-Provinz (Tso-ngön oder blaues Meer= Kokonor). Sowohl die tibetische Provinz Kham als auch Amdo sind in mehrere neue Regionen eingeteilt worden. Aus diesem Grund sind zum Teil sogar Tibet-Kenner verwirrt.

Wenn die chinesischen historischen Behauptungen der Wahrheit über Tibet entsprechen sollen, dann können diese nur aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen. Zwischen 1720 und 1911 geriet Tibet gelegentlich in eine unterschiedlich starke Abhängigkeiten der chinesischen Manchu-Qing Dynastie. Für einen kurzen Zeitraum übte die Manchus sogar starken Einfluss auf die Regierungsangelegenheiten Tibets aus, speziell sofort nach der Besetzung im Jahre 1720, nach dem tibetischen Bürgerkrieg von 1727-28 (Amban, der hohe Kommissar der Manchu war zunächst in Lhasa stationiert). Nach dem Aufstand der Tibeter gegen die Manchu von 1750 (Höhepunkt von Ambans Einfluss auf tibetische Angelegenheiten) und nach dem Gorkha Krieg von 1792 nahm dieser Einfluss wieder ab. Die Autorität des Ambans' in Lhasa nahm in diesen fast 200 Jahren je nach Stärke und Einigkeit der herrschenden Klasse in Tibet und der Stabilität der Manchu Regierung in China zu oder ab.

In den drei traditionellen Regionen Tibets war der chinesische Einfluss in Amdo immer am stärksten. Es wurden bereits im Jahr 1928 die Provinzen Qinghai und Sichuan (östliches Kham) geschaffen. Man konnte das schon damals als chinesisch- "kartographische Invasion" in Tibet erkennen. Dennoch blieb die kartographischen Darstellung von Tibet in 3 Teile aus der Sicht der Tibeter stets und grundsätzlich unverändert. Trotz des Fehlens von zuverlässigen Daten kann man nachvollziehen und behaupten, dass im Jahr 1928 die Tibeter die dominierende ethnische Gruppe, gefolgt von Huis und Mongolen, in diesen Regionen waren. Huis sind ethnisches Chinesisch muslimischen Glaubens. Es ist klar, dass der Zustrom der nicht-muslimischen ethnischen Chinesen nach Qinghai erst nach 1928 begann.

Am 9. September 1965, kurz vor der Kulturrevolution, war Tibet dann formal von der chinesischen Zentralregierung in 5 Regionen aufgeteilt:
Ü-Tsang und das westliche Kham wurden „autonome Region Tibet“ (Teer) genannt.
Der größte Teil von Amdo wurde Qinghai,
ein kleiner Teil im Osten wurde der Provinz Gansu und der Südosten (Ngapa) Amdos wurden Sichuan zugeteilt.
Das nordwestliche Kham (Kyegudo = Yushu) wurde ebenfalls in Qinghai, das östliche Kham in die Sichuan- und der Süden von Kham in die Yunnan-Provinz integriert.

Konflikte in Tibet

Tibeter warten auf Hilfe

Tibet - Historischer Überblick

Sonntag, 3. Januar 2010

Tibet Propaganda und Wirklichkeit

Es erstaunt mich immer wieder, mit welch einfachen Argumenten mir die Rückständigkeit von Tibet, der tibetischen Gesellschaft und des Dalai Lama verdeutlicht werden soll. So bekomme ich auf Twitter zum Beispiel dieses Bild geschickt: Wohl ein Foto aus einer Zeit, in der man in Mitteleuropa noch Bilder von Menschen mit gelben Sternen oder verschiedenfarbigen Winkeln machen konnte.
Die Menschen auf diesem Bild könnten wegen Diebstahls bestrafte Tibeter vor oder nach 1951 sein. Eventuell ist es sogar das Foto einiger von chinesischen Behörden oder von kulturrevolutionären jungen Garden drangsalierten tibetischer "Konterrevolutionäre" oder "Separatisten".
Nachweise für Echtheit und Anlass des Fotodokuments fehlen fast immer wenn solche "Belege" verschickt werden. Der Gipfel ist natürlich, dass der Nutzer der Plattform Twitter mit dem Namen @_sapereaude_, ein junger Atheist, in diesem Foto den Beweis für die Brutalität des Buddhismus allgemein zu erkennen glaubt.

Ein anderer junger Teilnehmer der Plattform Twitter (mit dem engagierten Namen @Gegenstrom) empfiehlt mir die Lektüre des Buches vom Ehepaar Trikonti, deren hasserfülltes und unsachliches Druckwerk ich bereits vor Jahren mit spitzen Fingern in die Altpapiertonne befördert habe.

Ich bekomme den Link zu einer Fernsehsendung von 1997 geschickt, bei der sich mir die Frage stellt, ob die Rundfunkgebühr für eigene Recherche nicht (mehr) ausreicht und daher einfach chinesische Greuelpropaganda gezeigt wird: Panorama-Beitrag vom November 1997. Wer hat zum Beispiel die im Film gezeigten Arme abgeschnitten? Wer hat sie fotografiert? Woher kommen die Bilder prügelnder "Mönchssoldaten"? Wie kommt es, dass man so gut wie nie über Dokumentationen des "alten" Tibet verfügte und dann, nach dem es besetzt wurde solche Bilder in die Welt geschickt wurden? Jeder halbwegs medienkompetente Mitteleuropäer sollte sich diese Fragen stellen und nicht einfach fressen, was ihm von der Propaganda der derzeitigen Machthaber vorgesetzt wird.

Bild: Militärlager der Chinesen in Tibet. Wen es wirklich interessiert, der sollte mal schauen, dass er ohne chinesische Bewacher nach Tibet kommt und sich dort mit Menschen unterhält. Auch heute noch, fast 60 Jahre nachdem Tibet China gewaltsam einverleibt wurde, wird er die Wahrheit zu hören und zu sehen bekommen. Natürlich nur, wenn die zuständige Staatssicherheit nicht in der Nähe ist und die Menschen sicher sein können, dass sie auf Grund ihrer Aussagen auch anschließend nicht belangt werden können.
Seit Die Grünen zusammen mit Petra Kelly und mir über eine parlamentarische Anfrage die Diskussion zu Tibet 1986 in Gang brachten, gab es diverse Anhörungen. Über diese hinaus gab es viele weitere Gelegenheiten Aussagen von Flüchtlingen aus Tibet, Experten und kritischen Reisenden zur Kenntnis zu nehmen und/oder die Protokolle ihrer Aussagen zu lesen.
Einfacher ist es natürlich, die chinesische Propaganda zu kolportieren und zu wiederholen, was einem mundgerecht von dieser oder ein paar einheimischen Altmaoisten mitgeteilt wird.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Naturkatastrophe in Tibet

Ökozid am „Dritten Pol“: Das große Gletscherschmelzen in Tibet

Pressemitteilung von: IGFM München

(openPR) - Rezension des Films “Meltdown in Tibet” von Jamyang Norbu (Quelle: World Tibet News, tibet.ca)

Emblem des Films von der Website
Emblem des Films von der Website "Meltdown in Tibet"


Einen Trailer zu diesem Film von Michael Buckley (Wild Yak Films) gibt es auf der Website meltdowninTibet.com.

Al Gore’s neues Buch „Our Coice: A Plan to solve the Climate Crisis“ erschien gerade rechtzeitig, um noch vor der Klima-Konferenz in Kopenhagen im Dezember vorzuliegen. Bei den Diskussionen in der dänischen Hauptstadt wird gewiss das Schmelzen der Eisdecke an den Polen ein wichtiges Thema sein. Am nächsten Tag wird die Öffentlichkeit dann durch die Medien mit anrührenden Bildern von Eisbären auf den letzten Eisschollen in einem sonst eisfreien Polarmeer und verloren drein blickenden Pinguinen informiert.

Ein Thema, von dem wir fürchten, dass es bei der Konferenz nicht diskutiert wird (ebensowenig wie in Al Gore’s Buch) ist die ökologische Krise in einem anderen Teil der Welt, deren Auswirkungen genauso verheerend sein werden wie die der großen Eisschmelze in der Arktis und Antarktis. Einige Experten bezeichnen dieses Gebiet als den „Dritten Pol“ der Erderwärmung. Es geht natürlich um das tibetische Hochland.

Gletscher im Himalaya und auf dem tibetischen Hochland schrumpfen dermaßen rasant, dass sogar ein oder zwei chinesische Wissenschaftler in Panik gerieten. “Infolge der globalen Erwärmung ziehen sich die Gletscher auf dem Qinghai-Tibet Plateau großflächig und viel schneller als in jedem anderen Teil der Erde zurück“, sagte kürzlich Qin Daha, ein ehemaliger Direktor des chinesischen meteorologischen Instituts. „Kurzfristig wird dies zu einer Vergrößerung der Seen führen und Hochwasser und Schlammlawinen auslösen. Langfristig gesehen sind die Gletscher lebensnotwendig für den Wasserhaushalt von Flüssen wie Indus und Ganges. Wenn sie verschwinden, dann ist die Wasserversorgung in jenen Regionen gefährdet.“

Tibeter und Tibet-Unterstützer wissen sehr gut, dass die drohende und fast unausweichliche ökologische Katastrophe auf dem tibetischen Hochland nicht nur das Resultat der globalen Erwärmung ist, sondern in gleichem, wenn nicht noch höherem Maße eine Folge der extremen Ausbeutung und Zerstörung der „Berge und Wasserläufe“ (tib. ri-lung) Tibets durch China.

Um diese „unbequeme Wahrheit“ über das tibetische Hochland ins Bewusstsein der Allgemeinheit zu rücken, wurde ein neuer Dokumentarfilm geschaffen, der einige wichtige, und sehr beunruhigende Fragen aufwirft:

- Was ist das Schicksal der Quellgebiete der gewaltigen Flüsse in Tibet?
- Warum verschwinden die tibetischen Nomaden aus dem Grasland?
- Warum baut China so viele riesige Staudämme auf dem tibetischen Hochland?
- Was für eine Auswirkung wird dies auf die flussabwärts lebenden Menschen haben?
- Was führen Chinas Ingenieure noch im Schilde?

In seinem 40minütigen Film „Meltdown in Tibet“ verwendet Michael Buckley geheim gedrehtes Filmmaterial und Kamerabilder, um uns einen aufregenden Einblick in Chinas gigantische und potentiell katastrophenträchtige Staudamm-Projekte in Tibet zu geben. Er zeigt uns, wie die tibetischen Nomaden von ihrem angestammten Land vertrieben werden, um Platz für die Staudämme und die Bergbauprojekte zu schaffen. Aber das sei nur die Spitze des Eisberges, sagt uns der Autor des Films. Was sich drohend abzeichnet, ist eine Wasserkrise riesigen Ausmaßes, die Millionen von Menschen in den überbevölkerten Landstrichen von China, Indien, Pakistan, Bangladesh, Nepal, Vietnam, Thailand, Kambodscha, Burma und Laos in Mitleidenschaft ziehen wird.

Der Film wirkt unmittelbar und überzeugend, weil Michael Buckley tatsächlich mit dem Floß die Wildwasser hinab fuhr, von denen er spricht, und weil er die Qualität dieser größten asiatischen Wasserläufe spektakulär im Film ein fing. Dass er insgeheim einige jener Staudämme filmte, welche die Chinesen an diesen Flüssen bauen, verleiht dem Dokumentarfilm Authentizität. Das mag sich hier nach Mäkelei anhören, aber der Film scheint sein Tempo ein wenig zu verlangsamen, wenn er die Flüsse verlässt und allgemeine Probleme wie die chinesische Präsenz in Tibet, den tibetischen Buddhismus und seine Bewahrung behandelt.

Aktivisten für die Freiheit in Tibet (Rangzen) könnten den Film und die Konferenz in Kopenhagen nutzen, nicht nur um die chinesische Plünderung des Hochplateaus zu geißeln, sondern um deutlich zu machen, dass dieser unwillkommene Beitrag zur Klimaerwärmung die direkte Folge der chinesischen Invasion, Besetzung und Ausbeutung Tibets ist. Außerdem waren in der Vergangenheit, im unabhängigen Tibet, die Nomaden, die Bauern, und sogar die Regierung verantwortungsbewusste Hüter ihres Landes und seiner unberührten Natur – ein Umstand, den Buckley in seinem Film immer wieder unterstreicht.

Der Dalai Lama äußerte vor einigen Jahren ungewöhnlich deutlich zu diesem Thema: „Es ist ungeheuer wichtig, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass die Ökologie Tibets einer ganz besonderen Aufmerksamkeit bedarf.“.

Weitere Informationen über die Umweltzerstörung in Tibet: Rubrik „Ecodesk“ auf der Website www.tibet.net der Tibetischen Regierung-im-Exil: http://tinyurl.com/yd7wyko

Sowie die Seite: Tibet Environment Watch: www.tew.org

Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
c/o Jürgen Thierack
Rudolfstraße 1
82152 Planegg
(+49 89) 859 84 40 oder
(+49 40) 480 80 77 Angelika Mensching
www.igfm-muenchen.de

Mittwoch, 9. September 2009

Der Elefant und die Blinden

Die Geschichte von den Blinden und dem Elefanten gibt es in vielen Traditionen.


Hier die buddhistische Variante in gekürzter Form:

In Sāvatthi versammelten sich alle Blinden an einem Ort.
Sie wollten die Natur, die Eigenart eines Elefanten erforschen.

Einige Blinde ertasteten den Kopf des Elefanten
Einige Blinde ertasteten das Ohr des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten den Zahn des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten den Rüssel des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten den Rumpf des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten den Fuß des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten das Hinterteil des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten den Schwanz des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten das behaarte Schwanzende des Elefanten,

Am Ende ihrer Untersuchung wurden sie gefragt: Blinde, habt Ihr den Elefanten untersucht? Sagt, wie ist denn ein Elefant?
Die Blinden, welche sich den Kopf des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie ein Kessel ist ein Elefant.
Die Blinden, welche sich das Ohr des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie eine Worfel ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich den Zahn des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie eine Pflugschar ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich den Rüssel des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie die Stange am Pfluge ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich den Rumpf des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie ein Kornspeicher ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich den Fuß des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie ein Pfeiler ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich das Hinterteil des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie ein Mörser ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich den Schwanz des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie eine Keule ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich das behaarte Schwanzende des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie ein Besen ist ein Elefant.

Darauf brach ein heftiger Streit, auch mit Handgreiflichkeiten, unter ihnen aus: ,So ist ein Elefant, ein Elefant ist nicht so; nicht so ist ein Elefant, ein Elefant ist so’.

Genau so, verhält es sich mit den Ideologen verschiedener Richtungen. Blind und daher in ihrer Wahrnehmung eingeschränkt, erkennen sie nicht die ganze Wahrheit. In Unkenntnis der vollen Wahrheit und dessen, was nicht die ganze Wahrheit ist, schlagen und verletzen sich diese Leute gegenseitig und attackieren sich mit scharfen Worten: ,So ist die Wahrheit, die Wahrheit ist nicht so; nicht so ist die Wahrheit, die Wahrheit ist so.’

Der Buddha, machte zu dieser Geschichte folgenden Ausspruch:
"So hört man es: Es klammern sich die Menschen mitunter an ihre Erkenntnisse; sie streiten sich und geraten in Widerspruch, die Menschen, welche nur einen Teil sehen."

Dienstag, 31. März 2009

Classless Kulla - Fragen zu Tibet

Frage: Ist es denn falsch, daß die tibetische Unabhängigkeitsbewegung auch militärisch aktiv war und auch letztes Jahr in Lhasa gewalttätig wurde? Steht das nicht im Widerspruch zur behaupteten gewaltlosen Haltung?

Ja, es ist falsch. Die Tibeter hatten gegenüber der Armee der Chinesen der so genannten "Volksbefreiungsarmee" nie auch nur eine geringe Chance. Sie wurden bei der Besetzung Tibets überrumpelt und entwaffnet, ihre Bewaffnung war geringfügig und hoffnungslos veraltet.

Der Dalai Lama und die tibetische Exilregierung hat diese gewaltlose Haltung. Allerdings gibt es bei den Tibetern Stimmen, die immer lauter werden, welche die Gewaltlosigkeit kritisieren, da sie nach nahezu 60 Jahren chinesischer Besetzung Tibets zu keinem Erfolg außer einem guten Image geführt hat. Hier sind es vor allem junge Tibeter, die einer radikaleren Gangart und einer Art Guerillakampf das Wort reden.

Frage: Ist es falsch, daß der Dalai Lama religiöse Alleinvertretung beansprucht und wegen der Art, wie er mit Abweichlern umgeht, im indischen Exil angeklagt wurde? Paßt das zur beschworenen Religionsfreiheit?

Falsch.
Der Dalai Lama hat keinen Alleinvertretungsanspruch und will diesen auch nicht. Er wehrt sich gegen Fundamentalisten und Sektierer in den eigenen Reihen und ist an einer Zusammenarbeit aller Tibeter interessiert.

Im tibetischen Buddhismus gibt es vier buddhistische Schulen:

- Nyingma - die älteste Schule, die ihre Wurzeln in der ersten Ausbreitung (ca. 800 AD) des Buddhismus in Tibet hat

- Sakya - diese Schule hatte in früheren Jahrhunderten die politische Macht in Tibet.

- Kagyü - die Praxislinie, hier liegt der Schwerpunkt auf Meditation und auf tantrischen Übungen

- Gelugpa - die jüngste Schule, zu der auch der Dalai Lama gehört. Der Dalai Lama ist nicht, wie oft irrtümlich angenommen wird, das Oberhaupt dieser Schule, dies ist der Ganden Tripa.

Unter der Regentschaft des V. Dalai Lama, vor ca. 500 Jahren, entstand der Kult um Dorje Shugden, einem sogenannten "Schützer" der Gelugpa Schule und Gegner schon des V. Dalai Lamas. Mit Shugden wurde immer die "Reinheit" der Lehre der Gelugpas hochgehalten. So war er der Schützer, der dafür Sorge trug, dass die Gelugpas an der Macht blieben und die anderen Schulen keinen oder nur wenig politischen Einfluss haben.

Sehr guter Beitrag zu Dorje Shugden

Der Dalai Lama entschied sich, um die Einheit der Tibeter im Exil zu bewahren, vor einigen Jahren gegen diesen Shugden Kult, weil dieser dazu geeignet war, die tibetische Gemeinschaft zu spalten. Einige Anhänger und Hardliner dieses Kultes sind seitdem bemüht, den Dalai Lama zu diffamieren indem sie ihn des Verstoßes gegen die Religionsfreiheit bezichtigen. Trauriger Höhepunkt war, als in den 90er Jahren drei Mitarbeiter des Dalai Lama in Indien von Kultanhängern ermordet wurden.

Der Alleinvertretungsanspruch liegt eher bei diesen Kultanhängern, die die Unwissenheit oder das Halbwissen der Weltöffentlichkeit nutzen, um den Dalai Lama schlecht zu machen. Übrigens gibt es mittlerweile gute Kontakte zwischen der KP China und Vertretern dieses Kults.

Weitere Informationen zu Shugden unter folgenden Links:

Buddhismus Info zu Dorje Shugden

Informationen zu Buddhistischen Sekten allgemein

Anti Shugden (english)

Frage: Ist es verkehrt, hier zwei Nationalismen aufeinanderprallen zu sehen, von denen der chinesische eben leninistisch und der tibetische eben buddhistisch daherkommt? Muß man sich da auf eine Seite schlagen?

Es ist verkehrt und stark vereinfacht es so zu sehen.
Dass es sowas wie einen leninistischen Nationalismus gibt, das mag ja sein obwohl es mir komisch vorkommt und eher nach einem Widerspruch in sich klingt.
Ein aus dem Buddhismus begründeter Nationalismus ist nicht möglich. Der Buddhismus konzentriert sich auf die Analyse der Lebenssituation der Menschen und deren Verbesserung. Alles andere ist/war schon Bestandteil der jeweiligen Kultur als der Buddhismus dort ankam.

Der westliche, aus dem Christentum kommende, Leitsatz "Macht euch die Welt untertan" ist dem Buddhismus, und den Religionen die es vor ihm im asiatischen Raum gab, zutiefst fremd. Die Vorstellung, dass ich "mir" etwas untertan machen soll, dass "ich" etwas beherrschen kann, widerspricht allem was der Buddhismus lehrt. Deswegen sind auch Bezeichnungen wie "Leibeigenschaft" "Herrschaftsentfaltung" und ähnliche Feudalismusbegriffe völlig falsch in diesem Zusammenhang und können nicht aus unserer westlichen Tradition kommend einfach asiatischen Kulturen übergestülpt werden. Dies zu tun macht nur vieles für uns einfacher und es dient den chinesischen Machthabern als Rechtfertigung für ihr Handeln.

Samstag, 28. März 2009

Hans Heinz Holz und die Torheit des alten "Linken"


Hans Heinz Holz, DKP-Mitglied, Philosophie-Professor (emeritiert), ehemaliger Journalist und aktuell Autor von diversen Artikeln in der "jungen" Welt, hat zugeschlagen.

Zum aktuellen Artikel in der jungen Welt

Mit "linker" eurozentristischer Sicht belegt er Jahrhunderte der Geschichte fremder Länder und Kulturen mit Begriffen aus der europäischen Vergangenheit. Er macht sich allzu oberflächlich ein Bild von der Philosophie, der Kultur und der Religion der Gesellschaft, deren "Befreiung" er, zusammen mit dem derzeitig höchst undemokratischen, unterdrückerischen und Menschen verachtenden Regime in China, feiert.

Außer der unreflektierten Übertragung europäischer, westlicher Bedeutungen übernimmt er auch eins zu eins Phrasen aus der chinesisch-kommunistischen Propaganda.
Hier eine Auswahl von Begriffen aus seinem Artikel, die jedem, der sich mit asiatischer Kultur und Politik allgemein und der Mongolei, China und Tibet im Besonderen beschäftigt hat, zeigen, dass der Mann nichts ausser den eigenen Konzepten verstanden hat:

"reaktionäre Clique", "vorrevolutionären Gesellschaftsverhältnisse", "hochfeudale Machtentfaltung", "Herrschaftsgewalt", "Klöster machten die freien Armen zu armen Leibeigenen", "das Galupta (ähnlich wie die Kluniazenser in Europa)", "Böse Kirchenorganisation des Lamaismus", "buddhistische Mönche, die meist aus den Adelsfamilien stammten", "aristokratischen Herrenschicht", "so gehörte Tibet seit dem 13. Jahrhundert gemäß feudalem Lehensrecht zum chinesischen Reich", "Nach 1959 konnte die Volksrepublik die wirtschaftliche, soziale und bildungspolitische Arbeit intensiviert fortsetzen, die Kommunisten kollektivierten das Land und verteilten es später unter den Bauernfamilien", "Theokratie der Lamas",


Eventuell nehme ich mir die einzelnen Phrasen und Bezeichnungen in späteren Beiträgen noch einmal vor und versuche deutlich zu machen, wie diese linksintelektuelle Pipi Langstrumpf sich die Welt zurecht legt.

Kein Wunder, dass diese Art von Artikeln, ebenso wie die des Herrn Colin Goldner und anderen sogenannten Kritikern nur noch in der oft unsachlichen und teilweise antisemitischen "Jungen Welt" veröffentlicht werden.

Freitag, 16. Januar 2009

Freiheit für Tibet - Bo Rangzen


Tibet war vor der Besetzung durch die VR - China unabhängig. Außer Volk und Land gab es eine eigene Sprache, eine eigene Schrift, eine eigene Währung, eine eigenen Nationalflagge und alles anderen was zu einem unabhängigen Staat gehört.

China beutet nun seit über einem halben Jahrhundert Tibet aus: Wälder werden rücksichtslos und ohne System abgeholzt, Edelmetalle und andere Bodenschätze werden abgebaut, Kulturschätze werden ins Ausland verkauft.

Tibet wird zu Chinas Müllgrube – Atommüll und andere gefährlichen Stoffe werden in Tibet endgelagert. Die Folgen für Tibet aber auch für die Welt durch radioaktive Strahlung und Vergiftungen sind schon jetzt absehbar.

Menschen wurden und werden inhaftiert und gefoltert. Das galt schon immer wenn man eine andere Meinung als die regierende Partei hatte. Nach den jüngsten Unruhen reicht es schon ein Tibeter zu sein um große Gefahr zu laufen verhaftet zu werden. Perfide Foltermethoden wie z.B. Elektroschocks sind an der Tagesordnung.

Systematische Sterilisierung tibetischer Frauen. Unter dem Vorwand sich zu einer medizinischen Untersuchung zu melden wurden Frauen in medizinische Einrichtungen geladen in denen sie ohne ihr Wissen und Einverständnis sterilisiert wurden.

Durch Zuzug von Chinesen werden die Tibeter im eigenen Land zur Minderheit. Dies gilt bereits für Lhasa und viele andere tibetische Städte. Nahezu alle Geschäfte, vor allem die lukrativen, sind fest in der Hand von Chinesen. Tibeter werden als Menschen zweiter Klasse, nicht nur in Tibet, behandelt, die sich für einfachste Arbeiten verdingen müssen um zu überleben.


Klöster und andere historische Gebäude wurden geschändet und zerstört. Mentsekang. die Hochschule für traditionelle tibetische Medizin auf dem Chagpori-Hügel gegenüber dem Potala-Palast, sowie ca. 6000 Klöster darunter Ganden, Tsurpu und Tsera, um nur die größten zu nennen, wurden zerstört.

Die wenigen Klöster und Tempel, die nicht der chinesischen Zerstörung zum Opfer gefallen sind bzw. von Tibetern teilweise wieder aufgebaut wurden, werden als Touristenattraktionen zweckentfremdet. Die Mönche und Nonnen werden sofort verhaftet wenn sie sich für mehr tibetische Autonomie und Religionsfreiheit aussprechen. Sie sind von den chinesischen Offiziellen nur als Statisten gesehen und geduldet.


Die alte tibetisch-buddhistische Kultur wird systematisch zerstört und ihre Reste zur Folklore für Touristen gemacht. Erst nachdem die chinesischen Besatzer bereits viele Buddhafiguren ihrer Edelsteine beraubt und das Gold der Tempel eingeschmolzen hatten wurde ihnen bewusst, dass auch die tibetische Kultur sich vermarkten ließ. Chinesische Händler verkaufen billige Imitationen tibetischer Trachten und tibetischer Kunstwerke an Touristen.

Die Entführung religiöser Führer Tibets durch die chinesische Regierung und ihr Ersetzen durch Nachwuchs von Parteimitgliedern wird, noch nicht erfolgreich, praktiziert. Der von den Tibetern anerkannte und beliebte Panchen Lama wurde von den chinesichen Behörden verschleppt und ist seit Jahren verschollen. Anstelle von ihm wurde das Kind eines Parteikaders den Mönchen und Tibetern als neuer Panchen Lama vorgesetzt. Die Tibeter in Tibet akzeptieren diesen "Panschen Lama" nur unter Zwang.

Die tibetische Sprache wird mehr und mehr durch das in Zentralchina übliche vereinfachte Chinesisch ersetzt. Tibetisch wird in den meisten Schulen nur noch als Zweitsprache gelehrt. Für die meisten Tibeter sind viele Bildungsangebote überhaupt nicht zugänglich.


Die von den Chinesen ins Land gebrachte Infrastruktur dient nur der weiteren Unterdrückung und Ausbeutung des Landes. Die Stromleitungen und Straßen z.B. führen von einer chinesisch-militärischen Einrichtung zur anderen und in die chinesischen Viertel der Städte. Bei der Planung der Infrastruktur ging und geht es nur um chinesische Interessen. Die Bedürfnisse der Tibeter werden ignoriert und spielen keine Rolle.

Die chinesische Regierung hält die Weltöffentlichkeit offensichtlich für blind und dumm. Sie hofft, dass durch ständige Wiederholung ihre Lügen zu Wahrheiten werden. So werden historische Fakten zur Unabhängigkeit Tibets vor 1950 ignoriert und völlig außer Acht gelassen. In chinesischen Schulen wird ausschließlich nationalistische Propaganda zum Lehrstoff. Viele Chinesen haben nur diese Propaganda der Pseudokommunisten als Geschichtsbild und haben Schwierigkeiten mit der Wahrheit umzugehen.

Der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages stellte bereits 1987 fest:

„Die Staatengemeinschaft geht zwar davon aus, dass Tibet Teil des chinesischen Staatsverbandes ist, doch wurde der Status Tibets nicht geklärt. Zum Zeitpunkt der gewaltsamen Einverleibung in den chinesischen Staatsverband war es ein eigenständiger Staat. China hat keinen wirksamen Gebietstitel erworben, weil es dem Grundprinzip des aus dem Gewaltverbot hervorgehenden Annexionsverbots entgegensteht. Die Effektivität tatsächlicher Herrschaftsgewalt über ein Gebiet vermag keinen Gebietserwerb zu bewirken.“

Der Deutsche Bundestag stellte im Jahr 1996 mit einer sehr großen Mehrheit die gewaltsame Unterdrückung Tibets und Repressionspolitik Chinas fest:

„Beginnend mit den unmenschlichen Militäraktionen seit dem Einmarsch Chinas im Jahr 1950, dauert die gewaltsame Unterdrückung Tibets und seines Strebens nach politischer, ethnischer, kultureller und religiöser Selbstbestimmung bis heute an. Die fortgesetzte Repressionspolitik Chinas in Tibet hat schwere Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörungen sowie massive wirtschaftliche, soziale, rechtliche und politische Benachteiligungen der tibetischen Bevölkerung und letztlich die Sinisierung Tibets zur Folge.“

Donnerstag, 8. Januar 2009


Meldungen zu Tibet:

China Observer, 08.01.09:

Tibetischen Flüchtlingen droht die Ausweisung

Etwa 30% der 20.000 tibetischen Flüchtlinge, die in Siedlungen in und um Pokhara, Nepal, leben, wurden nie mit einem Flüchtlingsausweis ausgestattet.

Das Asien-Zentrum für Menschenrechte (ACHR) in New Delhi drängte den zu Besuch in Indien weilenden nepalesischen Premierminister Pushpa Kamal Dahal, alias Prachanda, die Rechte der tibetischen Flüchtlinge in Nepal zu schützen und auf keinen Fall irgendeinen von ihnen nach China zurückzuschicken.

Etwa 30% der 20.000 tibetischen Flüchtlinge, die in Siedlungen in und um Pokhara, Nepal, leben, wurden nie mit einem Flüchtlingsausweis ausgestattet.

Der Standard (A), 29.12.08:

"China ist eine Fälschung"

Sein rotes Stirnband will er erst abnehmen, wenn Tibet unabhängig ist: Tenzin Tsundue, führender Kopf der neuen Exilgeneration, zieht im DER STANDARD-Interview Bilanz

Standard: Peking hat den Aufstand der Tibeter vor den Olympischen Sommerspielen niedergeschlagen. Gleichzeitig kann China Treffen westlicher Staatschefs mit dem Dalai Lama weiter nicht verhindern, wie jüngst die Begegnung mit Nicolas Sarkozy zeigte. Sehen Sie mit Bitterkeit oder mit einer gewissen Hoffnung auf dieses Jahr zurück?

Tsundue: Die Proteste in Tibet haben dem Kampf unseres Volks sehr geholfen. Tibet-Beobachter haben zu glauben begonnen, den Leuten gehe es gut unter der chinesischen Besatzung, sie hätten sich damit abgefunden, eben weil es lange Zeit keine Proteste gab.

Der Aufstand der Tibeter am 10. März war ein internationales Ereignis. Eine lange aufgestaute Wut hat sich Bahn gebrochen. Wenn wir nicht protestieren, werden wir sterben, dachten sich die Tibeter. 250 Menschen starben, etwa 5000 wurden verhaftet.

Standard: Weder die Exiltibeter noch die internationale Gemeinschaft haben die Niederschlagung des Aufstands verhindern können.

Tsundue: Die chinesische Regierung macht, was sie will. Die westlichen Regierungen reden über Frieden und Menschenrechte, aber in Wirklichkeit tun sie nichts. Ihre Geschäftsinteressen in China haben Vorrang. Welche Regierung legt sich mit China an wegen Tibet, Ostturkestan (Provinz Xianjing mit der Volksgruppe der Uighuren, Anm.) oder der Unterstützung für das Regime in Myanmar?

Standard: Die EU hat protestiert, ebenso die USA.

Tsundue: Das sind Lippenbekenntnisse. Sie könnten viel mehr tun.

Standard: Was schlagen Sie vor?

Tsundue: Die internationale Gemeinschaft könnte eine Untersuchungskommission nach Tibet schicken, die herausfinden soll, was dort wirklich geschehen ist. Westliche Länder mit ihren Wirtschaftsinteressen in China sollten mehr Verantwortung für ihr Geld verlangen. Ihr Geld ist es, das die chinesische Regierung stärkt und deren koloniale Besetzung in Tibet.

Ich meine, am Ende schadet dieses Geld für die korrupten Kommunisten auch den einfachen Chinesen. Als ich 1997 Gefangener in Lhasa war, hatte ich einen Nachbarn in der Zelle, einen Chinesen, der jeden Tag arbeiten musste. Er kam jeden Abend völlig erschöpft und gebrochen zurück. Er hat mir erzählt, was er tun muss: den Dreck aus den Toiletten der Hotels und Gästehäuser der Touristen schaufeln und in den Gemüsegärten verteilen.

Standard: Was hilft es also, wenn Nicolas Sarkozy den Dalai Lama trifft wie im Dezember in Danzig?

Tsundue: Es hilft. Es liegt natürlich an Frankreich, für seine moralische Integrität einzutreten. Sarkozy hat das getan, indem er sich seine Entscheidung nicht von Peking diktieren ließ.

Standard: Aber die Geschäfte laufen weiter.

Tsundue: Die Geschäfte laufen weiter. Aber ein solches Treffen mit seiner Heiligkeit ermuntert andere Staaten in Europa, dem zu folgen.

Standard: Wie würden Sie sich selbst beschreiben? Als einen Schriftsteller mit politischem Programm oder mehr als politischen Aktivisten?

Tsundue: Ich nehme George Orwell zum Vorbild. Er sagte, es ist nicht genug, Gedichte zu schreiben und sie in einem Buch zu lassen. Du musst auf die Straße hinausgehen und sie an die Wand schlagen. Die Ungerechtigkeit bekämpfen. Ich glaube, ich tue das als Dichter. Wir kämpfen heute für die Wahrheit: dass Tibet ein unabhängiges Land war. Und genau das fordern wir wieder.

Standard: Wie wollen Sie die Volksrepublik China loswerden?

Tsundue: Die Volksrepublik China ist eine Fälschung, die Mao Tse-tung 1949 geschaffen hat, ein verrückter chinesischer Nationalismus, der einfach durch Anwendung militärischer Gewalt entstand. In einem sehr viel freieren Staat werden die Chinesen das verstehen. Veränderungen finden jetzt schon statt.

Standard: Ihre Ideen entsprechen nicht ganz dem, was die tibetische Exilregierung als Linie vorgibt.

Tsundue: Die Exilregierung strebt nach Autonomie für Tibet innerhalb Chinas. Aber das ist nur eine politische Linie, und Politik ändert sich. Wir haben eine demokratisch gewählte Regierung. Wenn eine Mehrheit der Exiltibeter für die Unabhängigkeit ist, gibt es einen Wechsel, und den sehe ich jetzt.

Markus Bernath

Zur Person: Tenzin Tsundue ist Dichter, Aktivist und einer der führenden Köpfe der neuen Generation der Exiltibeter. Der 1975 in Indien geborene Sohn einer tibetischen Flüchtlingsfamilie war mehrfach in Haft, darunter auch 1997 in Lhasa nach einer illegalen Einreise nach Tibet. Tsundue war in Wien anlässlich des Filmfestivals "thishumanworld". Er spielt die Hauptrolle in dem Dokumentarfilm "Road to Tibet" des italienischen Journalisten Manfredi Manera.


Deutsche Welle, 24.11.08:

Kommentar: Tibet braucht echte Autonomie

Entgegen anders lautenden Gerüchten bleibt der Dalai Lama den Tibetern als Gallionsfigur ihres Kampfes um Autonomie erhalten. Eine Chance für China, meint Matthias von Hein in seinem Kommentar.

Vor über 20 Jahren sagte Deng Xiaoping, der Architekt der chinesischen Reform- und Öffnungspolitik einen Satz, der heute noch in den Köpfen der Tibeter widerhallt: "In der Tibet-Frage kann man über alles reden, außer über die Unabhängigkeit". Aber schon Deng hat seinen Worten keine Taten folgen lassen. Und auch die heutige Führung setzt im Umgang mit den Tibetern auf Unterdrückung, nicht auf echten Dialog.

Weil das so ist, weil auch die Proteste der Tibeter im März brutal niedergeschlagen wurden, weil insgesamt acht Gesprächsrunden zwischen den Gesandten des Dalai Lamas und der chinesischen Regierung keinen Millimeter Fortschritt gebracht haben und im Sande verliefen, deshalb macht sich Unzufriedenheit unter den Exiltibetern breit. Gerade die jüngeren Tibeter sprechen sich immer häufiger für eine Abkehr vom "Mittleren Weg" des Dalai Lamas aus. Dieser Weg lehnt Gewalt ab und zielt lediglich auf echte Autonomie innerhalb des chinesischen Staatsverbandes; staatliche Unabhängigkeit wird nicht angestrebt.

Friedfertigkeit nimmt ab

Die Frustration im Umgang mit dem übermächtig erscheinenden China aber wurde so groß, dass immer mehr Tibeter bereit scheinen, gewaltsam für ein unabhängiges Tibet zu kämpfen. In dieser Situation hat der Dalai Lama das einzig Richtige getan: Er hat eine Sonderkonferenz der Tibeter einberufen, damit die Betroffenen selbst über den künftigen Weg beraten. Am Ende von einer Woche Beratung der 600 Delegierten steht nun ein klares Votum für den gewaltfreien, mittleren Weg des Dalai Lamas.

Peking sollte froh sein, dass der Dalai Lama die Exiltibeter noch einmal hinter sich vereinen konnte. Und Peking sollte die Zeit nutzen. Denn der Dalai Lama ist bereits 73 Jahre alt. Statt ihn als Separatisten und Verräter zu beschimpfen, sollte ein kritisches Nachdenken über die chinesische Minderheitenpolitik einsetzen.

Peking darf sich nicht wundern

Es sollte Peking zu denken geben, dass die Stimmung in Tibet trotz der gewaltigen Investitionen so stark gegen die Zentralregierung gerichtet ist. Der Pekinger Buchautor Wang Lixiong, verheiratet mit einer Tibeterin, bringt es auf den Punkt: Gerade die Politik der Zentralregierung treibt die Tibeter in die Arme von Unabhängigkeitsbefürwortern. Wer Mönche in so genannten "patriotischen Schulungen" dazu zwingt, mit dem Dalai Lama ihr religiöses Oberhaupt zu verleumden, der darf sich nicht wundern, diese Mönche bei nächster Gelegenheit auf der Straße zu sehen.

Nicht nur Tibet braucht echte Autonomie, auch die Rechte der anderen 55 nationalen Minderheiten müssen gestärkt werden, darunter die der Uighuren und Mongolen. Und diese Rechte müssen einklagbar werden - vor unabhängigen Gerichten. Damit könnte viel Druck aus dem brodelnden Nationalitätenkessel genommen werden. Die Konferenz von Dharamsala hat Konfrontation eine Absage erteilt; die Tibeter setzen weiter auf Dialog. Peking sollte im eigenen Interesse dafür sorgen, dass es ein echter Dialog wird.

Matthias von Hein