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Montag, 16. Mai 2011

Wie ist die Welt?

Die Wissenschaft, ursprünglich einmal angetreten gegen kirchlichen Dogmatismus, ist längst selbst zu einem neuen Glaubenssystem verkommen, das von neuen Schriftgelehrten gepredigt und von weiten Teilen der Öffentlichkeit nachgebetet wird. - Bernd Senf

Es geht mir schon lange durch den Kopf und ich will es endlich einmal aufschreiben:
Was haben christliche Missionare aller Konfessionen, frühere Kolonialbeamte, Karl Marx, Jutta Ditfurth und andere Menschen, welche "Bescheid" wissen und meinen die Welt erklären zu können, gemeinsam?

Sie haben sich die Welt aus ihrer Tradition oder aus dem Resultat ihrer "einzig wahren" Erkenntnis zurecht gelegt. Sie legten/legen ihre Elle auf alles was existiert an und sie verurteilen gnadenlos alles was in dieses Maß nicht passt.
Andere Meinungen, andere Lebensentwürfe sind nicht akzeptabel und verdienen ewige Verdammnis, Bevormundung, zumindest aber heftige Kritik weil sie an der eigenen Lebens"wahrheit" gemessen werden und dort nicht passen.

Sicher besteht ein Unterschied, ob europäische Kolonialbeamte und Missionare den Eingeborenen ferner unterentwickelt geglaubter Länder ihre Nacktheit austreiben oder ob frühere oder neuzeitliche Linksintellektuelle ihre "neue Erkenntnis" als das Maß aller Dinge auf alles und jeden anlegen.
Der Geist dahinter, ist die mangelnde Akzeptanz gegenüber allem was abweicht von dem, was man für sich als richtig erkannt hat. Er ist identisch bei allen, wenn auch in seinen Erscheinungsformen höchst unterschiedlich, die sich ihre enge und vermeintlich universelle Ideologie aus ihrem geschlossenen Weltbild holen. Dieses ist meist nur ein Produkt ihrer Religion, Kultur oder ihrer mehr oder weniger selbst zurecht gemixten Philosophie.

Freitag, 15. April 2011

Bicycle Day! 19. April 2011 68 Jahre

Die Wirkung von Lysergsäure-diethylamid, kurz LSD, entdeckte der Schweizer Chemiker Albert Hofmann am 16. April 1943 durch Zufall, nachdem er die Substanz vermutlich durch die Haut absorbiert hatte. Er wiederholte dieses Erlebnis am 19. April 1943 durch die Einnahme von 250 Mikrogramm LSD, was der kleinsten für ihn denkbar wirksamen Dosis eines Halluzinogens entsprach, verglichen mit dem damals stärksten bekannten, natürlich vorkommenden Halluzinogen, Meskalin. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese Menge bereits das fünffache der normal wirksamen Dosis (ca. 50 µg) von LSD entsprach.

Dieses Datum gilt heute als Zeitpunkt der Entdeckung psychoaktiver Eigenschaften des LSD; der Jahrestag wird von popkulturellen LSD-Anhängern als "Fahrradtag" (Bicycle Day) begangen, da Hofmann am Beginn seines Rauscherlebnisses mit dem Fahrrad nach Hause fuhr.

Happy Bicycle Day!

Wikipedia zu LSD

Wikipedia zu Albert Hofmann

LSD mein Sorgenkind

Mittwoch, 31. März 2010

Tod und selber sterben

Der Grüne Zweig Nr. 161 hat den Tod und das Sterben zum Thema. In diesem Buch wird das unvermeidliche Ende eines jeden Lebens aus verschiedenen, durchaus auch ungewöhnlichen, Gesichtspunkten behandelt. Es wird vorgeschlagen nach dem Versuch eine neuen Form des Lebens zu finden, konsequenter Weise auch eine neue Form des Sterbens zu suchen und zu finden. Diese Sicht auf das Thema ist nicht düster und deprimierend, sondern hilft viel eher das Thema unverkrampft und heiter anzugehen. Mit dieser Art von Aufklärung und Information stirbt es sich nicht nur besser sondern es lebt sich auch leichter. Die Ungewissheit und Angst vor dem was da auf uns zu kommt hat die Chance einer gewissen Neugierde und Gelassenheit zu weichen.

Das Vorwort zum Buch hat Roger Willemsen geschrieben.

Im Buch sind Zitate, Abschnitte und ganze Artikel von folgenden Autoren zu finden:
Timothy Leary,
Wolfgang Neuss,
Ulrich Holbein,
Elisabeth Kübler-Ross,
Paul Lafargue,
Terence McKenna,
Dr. Phillip Nitschke,
Fritz Roth
und anderen.

Eine Vielfalt von Themen wie Sterbe- und Bestattungsriten, schmerzfreies Sterben, selbst gewählter Todeszeitpunkt, Patientenverfügung und Palliativmedizin sind ebenso zu finden wie viele Literaturhinweise und sachbezogene Internetlinks am Ende des Buches.

Fazit: Ein Buch, welches hilft mit dem Tod Frieden zu schließen und das dadurch ganz nebenbei auch hilft entspannter zu leben.

Die ISBN Nummer des Buches ist: 978-3-922708-45-2

Direkt zu bestellen bei Books and Boxes

Die Grüne Kraft ist direkt hier zu erreichen.

Dienstag, 21. Juli 2009

Der Dalai Lama zu Besuch in Frankfurt

Ist es einfach, den Dalai Lama einzuladen? Muss man nur nach Dharamsala fahren, Guten Tag sagen und eine Visitenkarte abgeben?


Nein, der Dalai Lama wird oft und von vielen Menschen eingeladen und er nimmt die Einladungen nur an, wenn sie aus eine vertrauensvollen Umgebung kommen, von Persönlichkeiten, welche ein aufrichtiges Anliegen haben. Er ist in dem Alter und in der Position, dass er nur die wichtigen und die für die Tibeter, die Menschen allgemein und ihm selbst wichtigen und sinnvollen Einladungen annimmt. Um dies zu entscheiden hat der Dalai Lama gute Freunde auf der ganzen Welt die ihn beraten und, so gut es geht, verhindern, dass er seine kostbare Zeit verschwenden muss. Im Zusammenhang mit dem Besuch in Frankfurt ist das sehr gut beschrieben in diesem Artikel:

Einer der Initiatoren der Dalai Lama Veranstaltung 2009 in Frankfurt




Infoseite zum Dalai Lama Besuch in Frankfurt

Sonntag, 31. Mai 2009

Glauben oder Wissen?


Was mich bei der Christenheit und bei den Muselmännern und -frauen im religiösen Zusammenhang am meisten nervt, das ist, dass sie so tun als wenn sie Gott und seinen Sohn bzw. Allah und seinen Propheten persönlich kennen würden. Jeder von ihnen weiß genau was diese von ihnen und der Welt wollen und sie verbreiten es meist mit einer solchen Sicherheit und Selbstverständlichkeit, dass prompt auch viele darauf reinfallen und sich diesem Bekanntenkreis anschließen wollen.

Genau dieses Verhalten ist aber auch da zu beobachten, wo man sich für aufgeklärt und politisch für die "Gute Sache" engagiert hält. Hier sind es meist Selbstdarsteller, Menschen die sich gut verkaufen können. Auch bei Buddhisten äußert sich dieses Verhalten mitunter, vor allem im Bereich des Seminar- und Wellnessbuddhismus.

Schon Platon legte großen Wert auf die Unterscheidung zwischen Wissen und Glauben. Vermutlich gab es schon immer Menschen, die Gesetzestexte und blinden Glauben nachplapperten um andere zu ihrem Vorteil oder nach ihrem schlichten Vorstellungsvermögen zu instrumentalisierten.

Dienstag, 19. Mai 2009

Der törichte Philosoph,
Auszug aus einem "alten" Buch

Vergleichbar einem König, der eine Krone trägt, ist der Gipfel eines berühmten Schneeberges in Nebel gehüllt.
Es heißt, dass man von diesem Berg aus Nordpol und Südpol gleichzeitig sehen kann. Dieser Berg wird von anderen felsigen Schneebergen eingeschlossen. Am Fuße dieser Bergkette liegt ein Tal, das als Rückzugsort für Meditierende bekannt ist. Die Luft dort strömt den Wohlgeruch von Kräutern und die Frische der Berge aus. Überall haben schwer Arbeitende davon geträumt, diesen Ort einmal aufzusuchen. In diesem friedlichen Tal wachsen Weiden, blühende Rhododendronbüsche, Buchen, Kiefern und viele wilde Blumen.

Dort ist ein Wasserfall, wie herunterhängende weiße Seidenschärpen, der Klang des herab fallenden Wassers ist einladend. Nahe beim Wasserfall steht ein einfaches Haus, aus Steinen gebaut. Kein auffälliges Schmuckwerk überhäuft es. Mühelos fügt es sich in die felsige Landschaft ein. Die Pfeiler und Balken im Innern sind aus Zedernholz. An der Vorderseite lässt sich ein großes Fenster zu einer Veranda hin öffnen. Einst stieg blauer Rauch sanft aus dem Kamin und verschwand im Himmel.

Hier lebte ein berühmter Gelehrter. Sein Zimmer war völlig mit Büchern angefüllt. Er fand Gefallen am Studium der Natur und war in den Gebieten von Philosophie, Kunst, Medizin und Dichtung bewandert. Er verbrachte seine Zeit mit langen Spaziergängen, mit Lesen und Schreiben. Gelegentlich musste er Erinnerungen an Arbeit und Kampf in seinem früheren Leben in den Städten unterdrücken. Er behandelte seinen Koch-Schüler auf eine väterliche Art und Weise, aber mit einem gewissen Maß an Stolz und hochmütiger Geringschätzung, was ihm die Gewähr für Gehorsam und Tüchtigkeit des Kochs gab. Er unterwies seinen Schüler in allen Dingen - von der Teezubereitung angefangen bis hin zu den feinsinnigen Fragen der Philosophie. Sein Schüler sprach ihn niemals an, denn seine Zeit wurde völlig vom Zuhören in Anspruch genommen.

Einmal unternahmen sie einen Spaziergang, und sein Schüler warnte ihn, dass die Brücke, die sie gerade überqueren wollten, zu unsicher wäre. Der Lehrer gab zur Antwort: „Der geistige Horizont meines Sehvermögens ist viel größer als der deinige." Als er auf die Brücke trat, stürzte sie ein, und er starb in den reißenden Wasserfluten.

In dem reinen Land der herrlichen Schneeketten
Lebte ein gelehrter Mann - eine verderbliche Blume mit giftigem Nektar.
Die Krankheit des Stolzes machte ihn taub und stumm.
Als er ein Wort des Rates hörte, beging er Selbstmord.

Ein Mensch, auf törichte Art und Weise klug, ist wie ein Kranker.
Ein Mensch, auf kluge Art und Weise töricht, ist wie ein Kind, das Laufen lernt.

Für das Reiten auf dem Pferd des Wissens ist es gut, einen Sattel zu haben.