Weil sie mich entfremdet hat und weil sie mich von anderen unterschieden hat, diente sie als Katalysator für eine Selbstuntersuchung oder eine detaillierte Erkenntnis meiner Umwelt und der Gründe warum all die anderen anders sind und wieso ich anders bin.
Von links nach rechts: Allen Ginsberg, Michael Fraund, Ottmar Hund, Peter Orlovski, Holger Fitzner und Steven Taylor
Humor (parihasa) ist die Bezeichnung von etwas, das Heiterkeit hervorruft. Einen Sinn für Humor zu haben, ist die Fähigkeit, die lustige Seite von Dingen zu sehen, oder das Talent zu haben, in der Lage zu sein, andere zum Lachen zu bringen.
Der Buddha hatte keine hohe Meinung zum Humor seiner Zeit, wahrscheinlich weil das meiste davon Klamauk und Derbheit war oder auf sexuellen versteckten Andeutungen basierte. Es ist ihm auch sicher nicht entgangen, dass viel Humor davon lebt, auf Kosten anderer einen Scherz zu machen und sie zu verspotten, und dass dies eine Art Gemeinheit enthält und verletzend sein kann.
Historische indische Schauspieler (nata) und Komiker (hasaka) glaubten, weil sie sowohl Wahrheit als auch Unwahrheit verwendeten, um die Menge zu unterhalten und zu amüsieren, dass sie im Himmel der Götter des Lachens wieder geboren würden. Der Buddha hatte eine andere Vorstellung. Er sagte, dass sie wahrscheinlich eher im Feuer des Gelächters (S.IV, 306) wieder geboren würden. Seine Überzeugung über die Wichtigkeit, immer die Wahrheit zu sagen, zeigte sich darin, dass er seinem Sohn Rahula sagte er solle "noch nicht einmal im Scherz" lügen. (M.I, 415)? Auf die gleiche Ansicht Buddhas wird mehrmals im Jataka verwiesen (z.B. Ja.I, 439; V, 481).
Nichtsdestoweniger scheint der Buddha Humor gemocht zu haben, der ein Lächeln hervorrufen oder die Stimmung erhellen würde, weil das Tipitaka viele Beispiele für seinen urbanen, subtilen Humor enthält. Seine Reden sind voll von Wortspielen (silesa), ein Wortspiel wie die Verwendung eines Worts, das zwei verschiedene Bedeutungen hat oder zwei Wörter die eine ähnliche Bedeutung haben und so für Erheiterung sorgen. Zum Beispiel wurden Brahmanen auch als 'Vortrager' (ajjhayaka) angesehen, weil sie die Veden sangen. Der Buddha sagte im Scherz, dass sie das taten, weil sie nicht meditieren konnten, (ajhayaka, D.III, 94). Gute Absichten, aber die falsche Praxis zu haben, sagte er, wird genau sowenig zum Nirwana führen wie das Ziehen am Horn einer Kuh Milch geben wird (M.III, 141). Er sagte, dass ein Dummkopf nicht mehr Nutzen durch sein Zusammensein mit einem weisen Menschen hat als der Löffel etwas vom Geschmack der Suppe mitbekommt (Dhp.64). Gelegentlich verwendete der Buddha Parodien (parihapajja), um bestimmte Personen oder Vorstellungen, besonders die Ansprüche von Brahmanen zu kommentieren. Als ein arroganter junger Brahmane ihm gegenüber darauf bestand, dass Brahmanen anderen Kasten überlegen sind, weil 'sie aus dem Munde Brahmas geboren' sind nach einer in den Veden gefundenen Vorstellung, scherzte der Buddha, ‘Ganz sicher sind die Brahmanen aus dem Bauch ihrer Mutter geboren wie jeder andere auch' (M.II,148). Im Digha Nikaya parodierte er die Idee von einem obersten Gott sanft auf eine Weise, die noch immer ein leises Lachen im Leser von heute hervorrufen kann, (D.I, 17-18; 220-222). Lachen wird manchmal auch 'die beste Medizin' genannt, und der Buddha wäre damit einverstanden gewesen, dass Humor manchmal einen therapeutischen Wert haben kann. Bei jenen Gelegenheiten, in denen eine bestimmte Art zu denken eine Problem unlösbar gemacht hat, oder eine Last unerträglich zu sein scheint, einen Witz über die Situation zu machen, kann manchmal eine andere Sicht der Dinge ermöglichen und auf diese Weise eine Lösung zu finden helfen. Humor kann auch eine Katharsis, eine therapeutische Befreiung von Sorge, Spannung oder Furcht sein oder jemanden aus einer Depression lösen. Der Buddha verwendete den Humor gelegentlich zu diesem Zweck. Blog-Eintrag von Shravasti Dhammika im Blog dhamma musings übersetzt von Herbert Rusche
In meiner Kindheit hörten meine Schwester und ich gerne zusammen mit unserem Vater die Lieder der "Münchner bzw. Schwabinger Gisela". Diese wurden durch Antrag der katholischen Kirche auf den Index gesetzt. Gerade aus diesem Grund hielt mein Vater die Lieder für pädagogisch besonders wertvoll. Die "frivolen" Texte wurden von ihm für die Aufklärung, auch über Doppelmoral, genutzt.
Noch heute kenne ich die meisten Passagen folgenden Liedes auswendig:
Der Novak
Ich habe einen Mann, den viele möchten der immer mich bewahrt vor allem schlechten ein jeder kennt ihn – Novak ist sein Name ihm dank ich es, dass heut‘ ich eine Dame ob angezogen oder als ein Nackter der Novak hat am ganzen Leib Charakter Ich hätt schon längst ein böses End genommen
Aber der Novak läßt mich nicht verkommen
Ich hätt‘ an vielen Dingen mein Vergnügen Ich möcht’ so gerne in der Gosse liegen Ich möchte einmal sinnlos mich besaufen Ich möchte mit einem Freudenmädchen raufen Ich möchte einmal Männer toll verbrauchen Ich möchte statt Memphis Marihuana rauchen Ich hätt auch längst schon Morphium genommen
Aber der Novak läßt mich nicht verkommen
Ich möchte einmal bei Vollmond ein Vampir sein Ich möchte Geliebte von einem Fakir sein Damit mich, wenn ich lieg ohne Matratzen von hinten noch die Nagelspitzen kratzen Ich möchte Austern mit der Schale essen Ich möchte mit einem Walfisch mich vergessen Ich hab mir das schon alles vorgenommen
Aber der Novak läßt mich nicht verkommen
Der Novak ist zwar einerseits ein Segen Doch andererseits läßt er mich nicht bewegen Da stand ein Inserat in einer Zeitung Es sucht von einem Nachtlokal die Leitung Ein junges Mädchen brav mit nettem Wesen Das nackert tanzt vor Negern und Chinesen Den Posten hätt sofort ich angenommen