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Mittwoch, 31. März 2010

Tod und selber sterben

Der Grüne Zweig Nr. 161 hat den Tod und das Sterben zum Thema. In diesem Buch wird das unvermeidliche Ende eines jeden Lebens aus verschiedenen, durchaus auch ungewöhnlichen, Gesichtspunkten behandelt. Es wird vorgeschlagen nach dem Versuch eine neuen Form des Lebens zu finden, konsequenter Weise auch eine neue Form des Sterbens zu suchen und zu finden. Diese Sicht auf das Thema ist nicht düster und deprimierend, sondern hilft viel eher das Thema unverkrampft und heiter anzugehen. Mit dieser Art von Aufklärung und Information stirbt es sich nicht nur besser sondern es lebt sich auch leichter. Die Ungewissheit und Angst vor dem was da auf uns zu kommt hat die Chance einer gewissen Neugierde und Gelassenheit zu weichen.

Das Vorwort zum Buch hat Roger Willemsen geschrieben.

Im Buch sind Zitate, Abschnitte und ganze Artikel von folgenden Autoren zu finden:
Timothy Leary,
Wolfgang Neuss,
Ulrich Holbein,
Elisabeth Kübler-Ross,
Paul Lafargue,
Terence McKenna,
Dr. Phillip Nitschke,
Fritz Roth
und anderen.

Eine Vielfalt von Themen wie Sterbe- und Bestattungsriten, schmerzfreies Sterben, selbst gewählter Todeszeitpunkt, Patientenverfügung und Palliativmedizin sind ebenso zu finden wie viele Literaturhinweise und sachbezogene Internetlinks am Ende des Buches.

Fazit: Ein Buch, welches hilft mit dem Tod Frieden zu schließen und das dadurch ganz nebenbei auch hilft entspannter zu leben.

Die ISBN Nummer des Buches ist: 978-3-922708-45-2

Direkt zu bestellen bei Books and Boxes

Die Grüne Kraft ist direkt hier zu erreichen.

Samstag, 7. November 2009

Meditation. Eine Zen - Geschichte

Eine Zen-Geschichte, die ich bereits vor vielen Jahren gehört hatte, wurde mir kürzlich wieder erzählt:

Ein Schüler bemühte sich und gab sich der Meditation hin um die Wahrheit heraus zu finden. Tag um Tag verbrachte er daher schweigend, in Meditationshaltung.

Eines Tages fragte ihn der Meister:
„Sag, was machst du da die ganze Zeit?“
„Ich will zum Buddha werden“, erwiderte der Schüler.

Nach einigen weiteren Tagen nahm der Meister, jedes mal wenn der Schüler sich zur Meditation hinsetzte, einen Ziegelstein vom Boden und begann ihn mit Bürste, Seife und Wasser zu schrubben.

Nach anfänglichem Ignorieren fragte der Schüler irgendwann erstaunt: „Meister, was macht Ihr da?“

Der Meister antwotete: „
Ich will den Ziegel so lange reinigen, bis ein klarer Spiegel daraus wird in dem ich mich erkennen kann.“

Erstaunt fragte der Adept:
„Wie kann denn durch Reinigen aus einem Ziegelstein ein Spiegel werden?“
Da fragte der Meister zurück: „Und wie kann durch bloßes Sitzen aus
dir ein Buddha werden?“

„Man sieht immer wieder Menschen, die die Leute lehren, in gebeugter Haltung zu verharren und ihren Geist zu betrachten, die Reinheit wahrzunehmen, sich nicht zu bewegen und sich nicht zu rühren.
Dadurch, dass sie nur diese Art der Anstrengungen auf sich nehmen, gelangen die Menschen nicht zur Erleuchtung, sondern bleiben an den Phänomenen hängen und sie erzeugen weitere Verwirrung für sich.“

Freitag, 19. Juni 2009

Sexueller Missbrauch und Buddhismus


Sexueller Missbrauch - dieser Begriff steht meist als Sammelbegriff für Verhalten, welches sexuelle Kontakte herbeiführt die nicht auf gegenseitigem Einvernehmen beruhen. Daher kann unter diesen Begriff sowohl eine Vergewaltigung als auch die Ausnutzung eines Abhängigkeitsverhältnisses im weitesten Sinne fallen.

In einem Treffen buddhistischer Lehrer mit dem Dalai Lama wurde ein offener Brief verfasst in dem unter anderem dieser wichtige Abschnitt zu finden war:

Die Position eines Einzelnen als Lehrer erwächst in Abhängigkeit aus der Nachfrage seiner oder ihrer Studenten, nicht einfach aus der Ernennung durch eine höhere Autorität. Daher muss der Student große Sorgfalt bei der Auswahl eines geeigneten Lehrers walten lassen. Ihm muss ausreichend Zeit gewährt werden, seine Wahl zu treffen, die auf persönlicher Erforschung, Vernunft und Erfahrung beruhen sollte. Studenten sollten vor der Gefahr, Charisma, Scharlatanerie oder Exotismus zum Opfer zu fallen, gewarnt werden.

Es ist eine Frage der Zeit, bis die Mechanismen, die bei den christlichen Kirchen zu sexuellem Missbrauch führten, auch bei buddhistischen Einrichtungen vorkommen werden. Deshalb ist es wichtig mit Sexualität offen umzugehen und nicht einfach frömmelnd so zu tun als wenn sie bei Buddhisten kein Thema wäre. Auch wäre es gut in Sachen "unter den Teppich kehren" und Doppelmoral von den Vorkommnissen in den christlichen Kirchen zu lernen und nicht die gleichen Fehler zu machen.

Unter dem Titel

Tolerant ist nicht, wer Missstände ignoriert
ist folgendes im Internet zu finden:

sexueller Missbrauch
• Lehrerposition wird für persönliche Wünsche und Begierden ausgenutzt
• Automatische Rechtfertigung des Lehrers durch die Anderen, wie findet das Opfer Gehör?
• Ein Dharma-Lehrer muss berücksichtigen, dass Schüler sich ihm gegenüber nicht unbedingt wie verantwortliche Erwachsene verhalten
• Bei vielen Opfern spielt sich eine Wiederholung alter leidvoller Erfahrungen ab.
• Bei manchen Opfern gibt es durchaus auch eigene Wunschfantasien

Lösungen:
• Mehr, gründlichere und authentische Dharmakenntnisse
• Mehr Kenntnisse über die Gefahren vermitteln
• Die eigene Kritikfähigkeit beibehalten, kein blinder Glaube
• Lehrer und Gruppen gründlich und länger prüfen
• Nicht immer gleich die höchsten Wege gehen wollen
• Den Vinaya kennenlernen, da gibt es viel über Sangha-Erfahrungen zu lernen
• Aufstellen eines Lehrer-Verhaltenskodex
• Einrichtung eines Ethikrates oder von Vertrauenspersonen

Es scheint so, dass auch in den buddhistischen Ländern selbst eine beachtliche Verdrängung der sexuellen Realität stattfindet, so dass wir nicht hoffen können von dort allzu viel Beispielhaftes zu lernen. In einem Gespräch das ich vor kurzem mit einem thailändischen Buddhisten führte, wurde mir von einer Umfrage erzählt, deren Ergebnis war, dass fast die Hälfte aller männlicher Jugendlichen ihre erste sexuelle Erfahrung in einem Tempel machten. Ob die sexuellen Kontakte mit Personen aus dem Kloster stattfanden oder unter den Jugendlichen während einer temporären Ordination konnte mein Freund nicht beantworten, da die Fragestellung nicht auf dieses Ergebnis eingestellt war. Die Initiatoren der Umfrage waren sehr überrascht und haben sie erstmal nicht veröffentlicht.

Dienstag, 19. Mai 2009

Der törichte Philosoph,
Auszug aus einem "alten" Buch

Vergleichbar einem König, der eine Krone trägt, ist der Gipfel eines berühmten Schneeberges in Nebel gehüllt.
Es heißt, dass man von diesem Berg aus Nordpol und Südpol gleichzeitig sehen kann. Dieser Berg wird von anderen felsigen Schneebergen eingeschlossen. Am Fuße dieser Bergkette liegt ein Tal, das als Rückzugsort für Meditierende bekannt ist. Die Luft dort strömt den Wohlgeruch von Kräutern und die Frische der Berge aus. Überall haben schwer Arbeitende davon geträumt, diesen Ort einmal aufzusuchen. In diesem friedlichen Tal wachsen Weiden, blühende Rhododendronbüsche, Buchen, Kiefern und viele wilde Blumen.

Dort ist ein Wasserfall, wie herunterhängende weiße Seidenschärpen, der Klang des herab fallenden Wassers ist einladend. Nahe beim Wasserfall steht ein einfaches Haus, aus Steinen gebaut. Kein auffälliges Schmuckwerk überhäuft es. Mühelos fügt es sich in die felsige Landschaft ein. Die Pfeiler und Balken im Innern sind aus Zedernholz. An der Vorderseite lässt sich ein großes Fenster zu einer Veranda hin öffnen. Einst stieg blauer Rauch sanft aus dem Kamin und verschwand im Himmel.

Hier lebte ein berühmter Gelehrter. Sein Zimmer war völlig mit Büchern angefüllt. Er fand Gefallen am Studium der Natur und war in den Gebieten von Philosophie, Kunst, Medizin und Dichtung bewandert. Er verbrachte seine Zeit mit langen Spaziergängen, mit Lesen und Schreiben. Gelegentlich musste er Erinnerungen an Arbeit und Kampf in seinem früheren Leben in den Städten unterdrücken. Er behandelte seinen Koch-Schüler auf eine väterliche Art und Weise, aber mit einem gewissen Maß an Stolz und hochmütiger Geringschätzung, was ihm die Gewähr für Gehorsam und Tüchtigkeit des Kochs gab. Er unterwies seinen Schüler in allen Dingen - von der Teezubereitung angefangen bis hin zu den feinsinnigen Fragen der Philosophie. Sein Schüler sprach ihn niemals an, denn seine Zeit wurde völlig vom Zuhören in Anspruch genommen.

Einmal unternahmen sie einen Spaziergang, und sein Schüler warnte ihn, dass die Brücke, die sie gerade überqueren wollten, zu unsicher wäre. Der Lehrer gab zur Antwort: „Der geistige Horizont meines Sehvermögens ist viel größer als der deinige." Als er auf die Brücke trat, stürzte sie ein, und er starb in den reißenden Wasserfluten.

In dem reinen Land der herrlichen Schneeketten
Lebte ein gelehrter Mann - eine verderbliche Blume mit giftigem Nektar.
Die Krankheit des Stolzes machte ihn taub und stumm.
Als er ein Wort des Rates hörte, beging er Selbstmord.

Ein Mensch, auf törichte Art und Weise klug, ist wie ein Kranker.
Ein Mensch, auf kluge Art und Weise töricht, ist wie ein Kind, das Laufen lernt.

Für das Reiten auf dem Pferd des Wissens ist es gut, einen Sattel zu haben.

Montag, 2. März 2009

Wilhelm Busch





Wenn einer, der mit Mühen kaum,
geklettert ist auf einen Baum,

















Schon meint, dass er ein Vogel wär


















So irrt sich der!

Donnerstag, 26. Februar 2009

Zen aus Formosa


Am Wochenende fand nach unserem DBU-Essen eine Veranstaltung mit einem Zen-Meister aus Taiwan im Frankfurter Fo Guang Shan Tempel statt. Zu Beginn hatten wir den Eindruck, dass die Veranstaltung ausfällt, als denn einige Zeit nach der vorgegebenen Anfangszeit doch Leben in die Gemeinschaftsräume des Tempels kam. Der Zen-Meister mit einigen Begleitpersonen tauchte auf.

Zunächst hatten alle Interessierten an einem Tisch Platz und es entwickelte sich ein persönliches Gespräch zwischen den Anwesenden und dem Meister. Nach und Nach kamen aber immer mehr Leute, einige Chinesen in Anzügen und auch anderes Publikum, so dass der Raum doch noch fast voll wurde. Nach einem umfangreichen Vortrag über Gesundheit und Krankheit und Aktivitäten die das eine erhalten und das andere verhindern helfen, wurde ich nach vorne gebeten und vom Meister nach meinem Namen gefragt. Er wandelte meinen buddhistischen und meinen bürgerlichen Namen in obige chinesischen Schriftzeichen um, ergänzte die Namen mit einem kurzen Gedicht und einer Kalligraphie von Bodhidharma.

Zu guter letzt wurde es doch noch ein schöner Abend und der Meister bat alle Anwesenden nach Möglickeiten für sein Projekt in Nepal zu spenden. Nähere Inormationen kann man unter der E-Mail-Adresse artna.woodstone@gmail.com bestellen.