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Sonntag, 6. Januar 2013

Bewerbung für den Bundestag?



Das Bild links stammt aus dem Deutschen Bundestag, aus einer Zeit in Bonn, während der 10. Legislaturperiode.

Photo mit Beschreibung bei Wikipedia.

Ein aktuelles Foto, von der Aufstellungsversammlung der Frankfurter Direktkandidaten, wird mir bald vom Parteifreund und Mitbewerber Thorsten Wirth, (@insidex), zur Verfügung gestellt.

Überlege schon seit Wochen, was ich zu meiner Absicht, bei den Piraten in Hessen für den Bundestag zu kandidieren, schreiben könnte.
Je näher der Termin kommt, und je mehr Bewerber sich für einen der vier bis sechs eventuell aussichtsreichen Listenplätze melden, umso mehr vergeht mir die Lust eine weitere "Selbstdarstellung" zu zu formulieren.
Sicher will ich mich für einen Listenplatz bewerben. Zuvorderst verstehe ich diese "Bewerbung" aber als Angebot an die Piraten. Ich bin bereit und in der Lage vier Jahrzehnte praktische politische Erfahrung und Lebenserfahrung, innerhalb und außerhalb von Partei und Parlament, bei einer künftigen Piratenfraktion einzubringen. Erfahrung einbringen hat für mich nichts mit Besserwisserei zu tun, um eventuellen Befürchtungen vorzugreifen.
Anstatt aufzuzählen, was ich alles besser und anders machen will und werde, biete ich offen, transparent und piratig an, bei Fragen und Gesprächsbedarf Kontakt mit mir aufzunehmen.
Kontaktaufnahme und/oder Fragen per
E-Mail unter herbert.rusche (ät) gmail.com
Twitter unter @Herusche
SMS unter 01577-7721822
Telefon unter 069-9590001

Samstag, 19. Dezember 2009

Treffen ehemaliger MdB der Grünen in Berlin

Wie Volker Beck mitteilte, war es das zweite Treffen der ehemaligen Grünen bzw. Bündnis-Grünen Abgeordneten. Die Einladung zum ersten gemeinsamen Essen hatte mich damals nicht erreicht.
Nachdem die parlamentarische Präsenz der Grünen nun bald 30 Jahre währt ist es verwunderlich, dass es solche Veranstaltung nicht schon vorher gab. Am Ende der Legislaturperiode, während der ich MdB war, habe ich in Bonn zu einem Essen für Kollegen und Mitarbeiter geladen. Bei diesem war auch Petra Kelly anwesend und empfand das als eine sehr gute Geste, die den Grünen für ihre Freunde und Mitarbeiter in Zukunft gut anstünde. Leider ist dieser gute Gedanke nie, weder von Petra noch von anderen, umgesetzt worden. Als "Ehemaliger" hatte ich bei den Grünen das Gefühl längst nicht mehr für das Tagesgeschehen relevant und vergessen zu sein, nicht unähnlich den Wählern in der ersten Zeit einer neuen Legislaturperiode.
Volker Beck, den ich nicht als den solidarischsten und kollegialsten Menschen bei den Grünen in Erinnerung habe, sieht eine seiner Aufgaben darin, die Kontakte zu seinen Vorgängern zu pflegen, das ehrt ihn und ich empfinde das und anderes was ich in den letzten Jahren vereinzelt von ihm wahrgenommen habe, begrüßenswert.


Die einzige Anwesende außer mir, aus der ersten Legislaturperiode der Grünen im Bundestag, war Hanngret Höhnes. Sie kam damals über die Landesliste Baden Württemberg in das Parlament.









Abgeordneter einer späteren Legislaturperiode war Wilhelm Knabe. Ihn kenne ich aus der Zeit der Gründung der Grünen in den Jahren 1979 und 1980.








Das Bild unten zeigt die gesamte Runde bis auf den Fotografen Florian, der stellvertretend für meinen Freund Michael dabei war, er machte die Gruppenfotos.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Treffen ehemaliger Abgeordneter in Berlin

Für Dienstag und Mittwoch 15. und 16. Dezember 2009 ruft die Vereinigung ehemaliger Mitglieder des Deutschen Bundestages und der Mitglieder des Europäischen Parlamentes zu einem Treffen in Berlin. Für Mittwochabend nutzt der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, die Gelegenheit, um die ehemaligen Abgeordneten der Grünen zu einem Abendessen zu versammeln. Mal gespannt wer da sein wird.





Montag, 14. September 2009

Es ist Wahlkampf

Die Linken schämen sich nicht mit plattesten Parolen auf Wählerfang zu gehen. So liest man alle paar Meter auf grell rot/weiß gehaltenen Plakaten "Raus aus Afghanistan" "Reichtum für alle" und ähnlich platten Blödsinn.
Richtig, die Linken und ihr parlamentarischer Vorgänger PDS waren z.B. nie für eine Beteiligung der Bundeswehr in Afghanistan, es hat sie aber auch keiner gefragt. Das große Brudervolk der PDS-Vorgängerin SED hat das Thema Afghanistan aber ganz sicher anders gesehen, wie wir alle das aus der Geschichte wissen. Es ist das alte Lied: Ist die Armee ideologisch auf der "richtigen" Seite, dann kann man auch schon mal irgendwo einmarschieren. Oder, um den Faden weiter zu spinnen, ist das Atomkraftwerk ein sozialistisches, dann ist es auch weniger gefährlich, werden die Berliner Gemeinheiten von einem rot/roten Senat verabschiedet, dann kann man es gut erklären usw.

Die Grünen, die kaum eines ihrer ursprünglichen Ideale nicht schon mal verraten haben, tun so, als wären sie noch immer die Gralshüter von Ökologie, Basisdemokratie, Sozial- und Friedenspolitik. Dazu nur kurz mit Bob Marley: You can fool some people some time, but you can not fool all the people all the time.



Wobei wir bei den anderen sogenannten etablierten Parteien wären. Die Etablierung dieser Parteien liegt vor allem darin, dass sie schon vor 1983 bewiesen haben, dass sie nichts wirklich verändern können bzw. wollen und in ihren Ideologien stecken geblieben sind. Gut, sie haben ein bisschen von den Grünen übernommen, was diese in einigen Bereichen überflüssig machen könnte, sie haben mittlerweile verstanden, dass die Zeiten sich gewandelt haben und wir nicht (mehr) auf einer Insel leben. Nur die richtigen Konsequenzen daraus fehlen noch.

Meine Empfehlung daher, wir sollten mal was neues probieren und einen wirklich frischen Wind in Form einer steifen Brise ins Parlament bringen. Das bringt die "alten" auf Trab und ist eine wirklicher Gewinn für die Demokratie. Es würde beweisen, dass das Volk die Dinge beherrscht und nicht die altbackenen Ideologien von links oder rechts. Diese hatten leider schon zu oft Gelegenheit sich als Irrwege, und als das Gegenteil dessen was sie zu Beginn vorgaben zu sein, zu beweisen.

Was spricht aus meiner Sicht daher für die Piratenpartei?

Kompetenz


die Mehrheit der Piraten sind weltoffene Menschen, die keine Angst vor neuen Möglichkeiten haben und bereit sind sie zu nutzen anstatt sie zu verhindern. Sie erkennen dabei auch die Gefahren machen sie bekannt und verhindern ihre Auswirkungen schon im Ansatz.

Jugend

Es liegt in der Natur von jungen Menschen neugierig und zukunftsorientiert zu sein. Es kann nicht sein, dass junge Menschen nur von alten Menschen und deren überholten Konzepten verwaltet werden. Es ist an der Zeit, dass junge Menschen mit guten und zeitgemäßen Ideen und frischem Elan direkt in die Politik gehen.

Unvoreingenommenheit

Die Piraten sind eine unverbrauchte und "unschuldige" politische Kraft. Sie müssen nicht Fehler vertuschen und/oder schön reden. Sie können Missstände beim Namen nennen, letztlich auch aus dem Grund, dass sie sie nicht verursacht haben. Sie weigern sich zurecht sich bei Themen festzulegen für die es (noch) keinen Konsens in der Piratenpartei gibt. Diese frühe Festlegung würde bedeuten, dass wieder etwas ideologisch fixiert und von oben übergestülpt wird. Genau das ist es was die Piraten nicht wollen.

Weiter Punkte, nicht nur aus meiner Sicht, welche für die Piraten sprechen sind hier zu finden: Homepage und Wahlempfehlungen der Piratenpartei

Mittwoch, 9. September 2009

Der Elefant und die Blinden

Die Geschichte von den Blinden und dem Elefanten gibt es in vielen Traditionen.


Hier die buddhistische Variante in gekürzter Form:

In Sāvatthi versammelten sich alle Blinden an einem Ort.
Sie wollten die Natur, die Eigenart eines Elefanten erforschen.

Einige Blinde ertasteten den Kopf des Elefanten
Einige Blinde ertasteten das Ohr des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten den Zahn des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten den Rüssel des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten den Rumpf des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten den Fuß des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten das Hinterteil des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten den Schwanz des Elefanten,
Einige Blinde ertasteten das behaarte Schwanzende des Elefanten,

Am Ende ihrer Untersuchung wurden sie gefragt: Blinde, habt Ihr den Elefanten untersucht? Sagt, wie ist denn ein Elefant?
Die Blinden, welche sich den Kopf des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie ein Kessel ist ein Elefant.
Die Blinden, welche sich das Ohr des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie eine Worfel ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich den Zahn des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie eine Pflugschar ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich den Rüssel des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie die Stange am Pfluge ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich den Rumpf des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie ein Kornspeicher ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich den Fuß des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie ein Pfeiler ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich das Hinterteil des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie ein Mörser ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich den Schwanz des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie eine Keule ist ein Elefant.
Die Blinden, die sich das behaarte Schwanzende des Elefanten ertastet hatten, sagten: wie ein Besen ist ein Elefant.

Darauf brach ein heftiger Streit, auch mit Handgreiflichkeiten, unter ihnen aus: ,So ist ein Elefant, ein Elefant ist nicht so; nicht so ist ein Elefant, ein Elefant ist so’.

Genau so, verhält es sich mit den Ideologen verschiedener Richtungen. Blind und daher in ihrer Wahrnehmung eingeschränkt, erkennen sie nicht die ganze Wahrheit. In Unkenntnis der vollen Wahrheit und dessen, was nicht die ganze Wahrheit ist, schlagen und verletzen sich diese Leute gegenseitig und attackieren sich mit scharfen Worten: ,So ist die Wahrheit, die Wahrheit ist nicht so; nicht so ist die Wahrheit, die Wahrheit ist so.’

Der Buddha, machte zu dieser Geschichte folgenden Ausspruch:
"So hört man es: Es klammern sich die Menschen mitunter an ihre Erkenntnisse; sie streiten sich und geraten in Widerspruch, die Menschen, welche nur einen Teil sehen."

Samstag, 5. September 2009

Old men with ball point pen

Mein (etwas jüngerer) Freund war stolz auf mich, nachdem er den Clip unten gesehen hat. Zwar ist er nach all den Jahren noch heute etwas genervt, wenn ich irgend etwas lange nicht verstehe oder längst Erklärtes wieder vergessen habe. Im Vergleich zu diesen Politikern meiner Generation und einstigen Kollegen von mir, komme ich nach seiner Meinung aber viel, viel besser weg. Das beruhigt ungemein und freut mich sehr!

Danke an @YanaFramework fürs twittern!