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Dienstag, 26. April 2011

Baner, Rusche und AUD: 35 Jahre gegen Atomkraft

Bei den Kommentaren die zur Zeit in allen möglichen Nachrichten zu lesen, hören oder sehen sind, reibe ich mir ganz oft die Augen. Manchmal denke ich ein Déjà-vu zu haben.
Ziemlich genau vor 35 Jahren, 1976, es gab die Grünen noch nicht, an meinem damaligen Wohnort Offenbach gab es auch noch keine Bürgerinitiative, machte ich auf dem Offenbacher Marktplatz, meist alleine, jedes Wochenende einen Informationsstand. Im damaligen Bundestagswahlkampf sah ich Werbung von der AUD, der ersten und damals einzigen Partei die gegen Atomenergie war. Ich wurde Mitglied und gründete mit Freunden einen Kreisverband.

Dieser Stand bestand aus einem Tapeziertisch mit Informationsmaterial (Broschüren und Flugblätter) des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) und des Bund Umwelt Und Naturschutz (B.U.N.D.).

Ich war für die Offenbacher ein Sonderling und wurde für meine "verrückten" Thesen belächelt, die da waren:
- fehlende Erdbebensicherheit der AKW,
- kein Schutz gegen Flugzeugabstürze und
- nicht lösbare Probleme mit dem Atommüll.

Heute, 35 Jahre später, nach Tschernobyl, nach dem 11. September und nach Fukushima höre ich diese Thesen immer wieder und niemand scheint sie noch für verrückt zu halten.

Mittwoch, 23. März 2011

In eigener Sache

Liebe Freunde, liebe Kollegen,
liebe Brüder und Schwestern,
sehr geehrte Damen und Herren,

am 27. März sind Kommunalwahlen in Frankfurt.

Vielleicht ist schon aufgefallen, dass dieses Jahr erstmals die Piratenpartei kandidiert, mit guten Chancen in Fraktionsstärke in den Römer, das Frankfurter Rathaus, zu ziehen. Die Chance ergibt sich daraus, dass die Piratenpartei bereits bei früheren Wahlen ausreichend Zustimmung hatte, und dass es bei dieser Kommunalwahl keine 5% Hürde gibt. Sollte Informationsbedarf zu den Piraten, über die im Internet und in den Printmedien vorhandene Information hinaus, bestehen, dann bin ich gerne bereit Fragen persönlich zu beantworten.
Könnte hier die 1000 Gründe aufzählen, warum mich "die Piraten" so weit begeistert und überzeugt haben, dass ich bei ihnen Mitglied geworden bin. Das werde ich teilweise in späteren Beiträgen nachholen. Selbstredend empfehle ich aus meiner Überzeugung heraus auch die Liste 12 auf dem großen Frankfurter Wahlbogen zu wählen, wenn man sich nicht, oder noch nicht, für eine andere Partei festgelegt haben sollte.


Für den Fall, dass die Wahl auf eine andere Partei fällt, habe ich eine Bitte:

Diese besteht darin, zusätzlich zu den Stimmen für die auserkorene Partei, mir 1 bis 3 Kreuzchen für den Platz 1209 (Liste 12 Platz 9) zu geben. Durch ein Mandat nach dem Wahltag kann ich die Möglichkeit nutzen, die Anliegen für die ich in unserem gemeinsamen Interesse stehe, im Rathaus der Stadt Frankfurt mit einzubringen.

Besteht in Frankfurt keine Wahlberechtigung, dann bitte ich Frankfurter Wähler, Freundinnen, Freunde und Bekannte (mit der entsprechenden Empfehlung) auf diesen Beitrag hin zu weisen.

Herzliche Grüße aus Frankfurt

Herbert Rusche


P.S.: Das Wahlverfahren ist gar nicht so kompliziert wie es auf den ersten Blick wirkt: Am besten ist es, die Liste der Partei zu wählen (oben ankreuzen!), der man die meisten Stimmen geben möchte. Sollen Personen aus anderen Parteien unterstützt werden, dann kann man diesen zusätzlich zur Liste bis zu drei Stimmen geben, die dann von der Liste abgezogen werden. Da kann man fast nichts falsch machen.

Auch in einigen Ortsbeiräten kandidieren Piraten. Im Ortsbeirat 3 stehe ich mit drei weiteren Personen auf der Liste.

Informationen zur Wahl in Frankfurt am 27.März 2011

Artikel der Frankfurter Rundschau zum Frankfurter Nordend

Donnerstag, 20. August 2009

Frankfurt?
Nein, Schwalmtal, Calw und Viernheim!



Wenn man irgendwo in Deutschland erwähnt, dass man in Frankfurt wohnt bekommt man je nachdem wer einem gegenüber steht einen besorgten, erstaunten, bedauernden oder gar alarmierten Blick.


Wohne nun seit über einem Jahrzehnt in Frankfurt (mitten drin) und habe viele Jahre vorher in unmittelbarer Nachbarschaft, in Offenbach, gelebt.


In der deutschen "Hauptstadt des Verbrechens" hab ich in all diesen Jahren von Verbrechen nicht viel mitbekommen. Meist habe ich interessante, aufgeschlossene, sympathische Menschen und eine ansprechende Umgebung kennen gelernt.

Die "Verbrechen", welche anscheinend nur in der Statistik sichtbar werden, müssen sich irgendwo auf der Autobahn am Frankfurter Kreuz, auf dem Weg von NRW nach Baden Württemberg oder von Bayern nach Niedersachsen, ereignet haben. Eventuell fanden sie am Flughafen (Schmuggel) oder am Hauptbahnhof und seiner unmittelbaren Umgebung, nämlich den Hochhäusern der Banken und bei der Börse, statt.

Diese Woche bestätigt mal wieder die von EAV besungene Weisheit "Das Böse ist immer und überall":



Ein 71jähriger Greis erschießt zwei Rechtsanwälte und einen Gutachter in einem Dorf am Niederrhein.

Ein Haus im Baden Württembergischen Calw, in welchem obdachlose Jugendliche leben, brennt nieder. Brandstiftung und/oder politische Hintergründe sollen ausgeschlossen werden.

Ein 44jähriger legt Bomben in mehreren Häusern im südhessischen Viernheim und im benachbarten Weinheim.

Tja, tut mir Leid es Euch mitteilen zu müssen: Liebe Bewohner der Provinz. Bei uns in Frankfurt gibt es so etwas nicht, das kennen wir nur aus dem Fernseher.