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Sonntag, 17. Mai 2009

Russland: Eines der schwulsten Länder der Welt!

Immer bedenkend, dass die größten Schwulenhasser meist selbst, mehr oder weniger latent, homosexuell sind, beobachte ich seit einigen Jahren die Situation in Russland.

- Ich kenne aus eigener Erfahrung Männer aus Macholändern vergleichbar mit Russland, welche, um ihre Homosexualität auszuleben, immer eine ordentliche Dosis Alkohol benötigen. Was dann im Rausch passiert ist kein Thema für den nächsten verkaterten Morgen und wird verdrängt oder ausgeblendet.

- Die Männer mit den schwarzen Röcken und ihre Anhänger müssen bei den Orthodoxen genau so wie bei den Katholiken offiziell dagegen sein, um sich nicht weiter unter Verdacht zu bringen. Sexuelle Übergriffe der teilweise zölibatär lebenden Geistlichen sind auch dort an der Tagesordnung. Nach den Vorstellungen der Akteure kann nur ein starkes, durch Gott, Sünde, Tod und Teufel begründetes Tabu davon abhalten, dass unangenehme Fragen gestellt werden oder ein Verdacht aufkommt.

- Auch bei diesem Thema zeigt sich, dass der praktizierte Kommunismus, bzw. Sozialismus, anstatt die Menschen zu "befreien", nur die Tendenz, sich in intime und private Einzelheiten seiner Mitmenschen einzumischen, verstärkt hat. Es diktiert die Mehrheit was "normal" und akzeptabel ist und schikaniert die Minderheit. Leute die "anders" sind, Linkshänder, Schwule, Menschen mit ungewöhnlicher Haar- oder Hautfarbe usw. sollen sich zurück und aus dem öffentlichen Leben heraus halten, das ist wohl das Ergebnis der prägenden Wirkung von Jahrzehnten des Sozialismus.

- Bundesdeutsche "Linke", vor allem in Westberlin waren in den 70er Jahren eifrig dabei, die Schwulen und Lesben auf die Seite der Arbeiterschaft, der Weltrevolution und des Sozialismus u.a. sowjetischer Prägung zu holen. Mir war das, aus damals unbestimmten Gründen, immer suspekt, obwohl wir uns gerne zur Vorhaut auch der Arbeiterklasse gemacht hätten. Gefühlsmäßig spürte ich aber schon damals die Spießigkeit, die wir dort zu erwarten haben. Mich würde interessieren wie Volker Eschke und viele andere SEW- und DKP-Schwestern von damals die zum Guten und Menschlichen verändernde Wirkung von Sozialismus in diesem Fall einschätzen.
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