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Montag, 16. Mai 2011

Wie ist die Welt?

Die Wissenschaft, ursprünglich einmal angetreten gegen kirchlichen Dogmatismus, ist längst selbst zu einem neuen Glaubenssystem verkommen, das von neuen Schriftgelehrten gepredigt und von weiten Teilen der Öffentlichkeit nachgebetet wird. - Bernd Senf

Es geht mir schon lange durch den Kopf und ich will es endlich einmal aufschreiben:
Was haben christliche Missionare aller Konfessionen, frühere Kolonialbeamte, Karl Marx, Jutta Ditfurth und andere Menschen, welche "Bescheid" wissen und meinen die Welt erklären zu können, gemeinsam?

Sie haben sich die Welt aus ihrer Tradition oder aus dem Resultat ihrer "einzig wahren" Erkenntnis zurecht gelegt. Sie legten/legen ihre Elle auf alles was existiert an und sie verurteilen gnadenlos alles was in dieses Maß nicht passt.
Andere Meinungen, andere Lebensentwürfe sind nicht akzeptabel und verdienen ewige Verdammnis, Bevormundung, zumindest aber heftige Kritik weil sie an der eigenen Lebens"wahrheit" gemessen werden und dort nicht passen.

Sicher besteht ein Unterschied, ob europäische Kolonialbeamte und Missionare den Eingeborenen ferner unterentwickelt geglaubter Länder ihre Nacktheit austreiben oder ob frühere oder neuzeitliche Linksintellektuelle ihre "neue Erkenntnis" als das Maß aller Dinge auf alles und jeden anlegen.
Der Geist dahinter, ist die mangelnde Akzeptanz gegenüber allem was abweicht von dem, was man für sich als richtig erkannt hat. Er ist identisch bei allen, wenn auch in seinen Erscheinungsformen höchst unterschiedlich, die sich ihre enge und vermeintlich universelle Ideologie aus ihrem geschlossenen Weltbild holen. Dieses ist meist nur ein Produkt ihrer Religion, Kultur oder ihrer mehr oder weniger selbst zurecht gemixten Philosophie.

Kommentare:

sandro herbrand hat gesagt…

Das ist ohne Einschränkung richtig.

Cleanhead hat gesagt…

Keine der oben genannten Personen hat jemals die Welt so erfahren, wie sie wirklich ist. Ihr Weltbild ist wie eine Fata Morgana in der Wüste - sie glauben, dass das, was sie sehen, die echte Welt ist, jedoch handeln sie wie dürstende Tiere, die unverrichteterdinge auf eine Illusion hinrennen, um Ihren Durst stillen zu wollen. Weltbilder, Erkenntnisse, Traditionen usw. sind lediglich Konzepte, sie existieren nicht in der Welt, wie sie wirklich ist.

Stefan Wehmeier hat gesagt…

"Die Schaffung von Reichtum ist durchaus nichts Verachtenswertes, aber auf lange Sicht gibt es für den Menschen nur zwei lohnende Beschäftigungen: die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Das steht außer Diskussion - streiten kann man sich höchstens darüber, was von beidem wichtiger ist."

Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

Wer in Kategorien von "gut" und "böse" denkt, bzw. darum noch gar nicht mit dem Denken angefangen hat, aber von sich glaubt, er wüsste schon was, mag die Tatsache, dass der seltene Reichtum in "dieser Welt" auf Kosten der Mehrarbeit anderer und nicht auf Apfelbäumchen wächst, als "unmoralisch" empfinden. Wer sich dagegen auf die Suche nach Wissen begibt und bereits eingesehen hat, dass die sinnvollste Verwendung von Gold die Vergoldung elektrischer Steckkontakte ist, stößt am Ende auf die Alles entscheidende Frage:

Warum hat eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstanden?

Die Ursache ist eine künstliche Programmierung des kollekiv Unbewussten, welche die halbwegs zivilisierte Menschheit überhaupt erst "wahnsinnig genug" für die Benutzung von Geld machte (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld), lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war. Anderenfalls hätte das, was wir heute "moderne Zivilisation" nennen, gar nicht erst entstehen können! Das - und nichts anderes - war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode mutierte, und die uns - unabhängig vom so genannten Glauben (Cargo-Kult) - alle zu Untertanen machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen.

Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich "Auferstehung".

Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

Die Denkfehler des Bernd Senf (er glaubt sich "schlauer" als Silvio Gesell) finden Sie hier:

http://www.deweles.de/files/nebel_im_senf.pdf

Anonym hat gesagt…

Wäre mir neu, dass die Wissenschaft ursprünglich gegen religiösen Dogmatismus angetreten ist. Vielmehr ist sie mit ihrer Methode und den damit erhaltenen Erkentnissen in Widerspruch geraten. Die Versuche dies zu verhindern (Albertus Magnus, Thomas von Aquin) haben nur noch deutlicher gezeigt, dass sie nicht zu vereinbaren sind. Seitdem wird konsequent durchlaviert http://www.smbc-comics.com/index.php?db=comics&id=2005#comic