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Donnerstag, 9. Juli 2009

Männer sind Schweine - und Frauen....?

Vorfall: Eine Sexuelle Belästigung.

- Die belästigte Person äußert sich in einem Internetforum, mehr aus der Motivation heraus, andere vor Belästigung und Missbrauch zu schützen, als den eigenen Vorfall publik zu machen.

Aus dem Mitarbeiterstab und Freundeskreis des Belästigers melden sich mehrere Personen zu Wort:

- Eine Person schlägt vor den Beitrag im Internet zu zensieren. Wenn man Probleme mit Zensur hat, dann soll man einen technischen Defekt, des Forums in welchem der Beitrag veröffentlicht ist, vortäuschen und den Beitrag damit unzugänglich machen.

- Eine weitere Person meldet sich zu Wort und berichtet, dass die belästigte Person zu Lügen neigt.

- Eine andere Person meldet sich zu Wort, und sagt sie habe gehört, das diese Person seltsam und unzuverlässig sei.

- Wieder jemand anders meldet, dass diese Person bei verschiedenen Bewerbungen abgelehnt worden sei (ohne Nennung von Gründen der Ablehnung und Orten).

- Eine Person von Außerhalb meldet sich zu Wort, befand die Aussagen nicht ausreichend belegt, kündigt der betreuenden Person des veröffentlichenden Forums die Zusammenarbeit auf und beschimpft sie heftig.

- Zu guter Letzt kommt noch jemand dazu, der zu bedenken gibt, dass das Ganze auch eine Verschwörung sein könnte und die belästigte Person von Verschwörern aufgestachelt wurde.

Spontan kommt einem beim Lesen über dieses Ereignis, und dem Umgang damit, die Idee, dass es sich einmal mehr um eine belästigte Frau handelt.
Man denkt, die Männer unserer Macho-Gesellschaft sind sich mal wieder einig darüber, dass diese Frau irgendwie den Missbrauch selber verschuldet hat und der Täter eigentlich nichts dafür kann, bzw. so etwas,ohne dazu animiert zu werden, nie tun würde.

Weit gefehlt!

Bei der belästigten Person handelt es sich um einen jungen Mann der von einem Vorgesetzten, bzw. einer Respektsperson, sexuell belästigt wurde.
Bei den Personen welche die oben genannten Einwände vortrugen handelte es sich ausnahmslos um Frauen!

Frauen....auch!
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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Vielleicht handelt es sich hier auch um einen (einseitigen) maternalen Fürsorgeimpuls?

Wer fühlt hier für das 'Opfer'? Hört man dem Opfer zu? Wer nimmt es ernst?

Ist derjenige, der seine leidvolle Situation kommuniziert, andere davor schützen will und dadurch Mißstände aufzeigt, ein unwillkommener Störenfried?

Was stört er? Wen stört er? Warum muss er stören?

Ist es besser das Opfer schweigt nur weil das komfortabler für andere ist?

Gleichmut, Klarheit und unparteiliches Mitgefühl für Täter und Opfer werden als buddhistische Tugenden gesehen.

Hier kann man sich üben.

Natürlich kann man erst dann klar handeln, wenn man Klarheit hat und dazu muss man Fakten unparteilich sammeln, auswerten, gewichten und vor allem zuhören.

Zuhören. Wahrscheinlich ist das 'Opfer' an die Öffentlichkeit gegangen, weil man ihm vorher nicht zuhörte...

Anonym hat gesagt…

PS: Missbrauch passiert auch, weil andere wegsehen.

Hinsehen und zuhören.
Nicht wegsehen und weghören.

Was haben wir falsch gemacht, dass wir das nicht verhindern konnten?

Wo haben wir weggesehen und weggehört?

Eine Verschwörung - sehr lustig.

Häufig steht hinter Verschwörungstheorien Wahn, der basiert auf zu starker Feindseligkeit....

Anonym hat gesagt…

Ich denke der behauptete "(einseitige) maternale Fürsorgeimpuls" kann auch eine (gesunde) Reaktion darauf sein, dass man den vermuteten 'Täter' zu schnell vor-verurteilte. Solange Schuld nicht bewiesen ist, ist der 'Täter' 'unschuldig'.

Die meisten Probleme kommen aus extremen und einseitigen Reaktionen.

Neben dem Extrem, das 'Opfer' erneut zum 'Opfer' zu machen, indem man es nicht ernst nimmt und ihm alle möglichen schlechten Dinge unterstellt, bis dahin, den Täter 'verführt' und sich 'nicht gewehrt' zu haben und selbst am Übergriff schuldig zu sein - da kann man sich mal beim "Weißen Ring" kundig machen - ist ein anderes Extrem, den 'Täter' wie ein Freiwild zu behandeln und auf eine Hetzjagd zu gehen und sich als 'neuzeitlicher Inquisitor' aufzuspielen. Die daraus resultierende Hexjagd wird häufig auch noch von den Medien geschürt und unterstützt.

Ich denke als Buddhist bleibt einem 'nur' Offenheit, Unparteilichkeit und Mitgefühl für beide Seiten und eine vorurteilsfreie Faktenaufnahme indem man beiden Seiten zuhört und die Hintergründe sachgerecht klärt.

Möge das gelingen.

Fehler möge man sich verzeihen und und Extreme möge man aufgeben.

Anonym hat gesagt…

Sexuelle Belästigung kann auch subjektiv empfunden werden. Schwule können davon ein Lied singen!
Es ist also ratsam, sich von "heterosexuellen Gepflogenheiten" zu lösen und immer etwas zurückhaltend zu sein. Mit der Person reden schafft allein schon die Möglichkeit zur Annäherung/Distanz.
Interpretieren und "Signalisieren" sind in der heutigen Zeit die falschen Mittel.
P.S. Ich fühle mich auch schon mal durch Handydialoge sexuell belästigt...