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Sonntag, 11. Januar 2009

Verblendung

Mir ist nicht klar, welche Art der Verblendung die Menschen befallen hat, für Organisationen auf die Straße zu gehen, die Zwietracht säen, die Morden und Krieg provozieren um ihre fragwürdigen Ziele zu erreichen.

Auch nach meiner Meinung ist Krieg kein adäquates Mittel der Völkerverständigung und ganz sicher hätte langfristig auch der israelischen Politik und Diplomatie Klügeres einfallen können.

Aber nun so zu tun als wenn "das Böse" nur und ausschließlich auf der israelischen Seite auszumachen wäre, ist völlig am Thema vorbei. Mich wundert schon seit vielen Monaten mit welcher Gleichmut, manchmal sogar mit stiller Sympathie, die Raketen der Hamas auf Israel hierzulande hingenommen wurden. Immer mehr fange ich an zu verstehen, wenn Menschen vom angeblich politisch korrekten Antisemitismus zu reden und schreiben anfangen. Es ist genau das, was sich einem aufdrängt, wenn ausgerechnet die Kinder und Enkel der Holocaust-Mörder zusammen mit Allahu akbar-Rufern auf die Straße gehen um Israel anzuprangern.

Beim denkenden und sensiblen Teil der Bevölkerung, erreichen sie mit diesen Aufmärschen nur das Gegenteil. Es ist mir heute noch peinlich wenn ich an meine jugendliche Demonstrationsbereitschaft denke, mit deren Hilfe Verbrecher wie Khomeini, Mugabe, Pol Pot und andere ins Amt geputscht wurden. Vielen von den jungen Demonstranten heute wird das in wenigen Jahren, so denke ich, genauso peinlich sein in ihrer Naivität und Leichtgläubigkeit für Verbrecherorganisationen wie Hammas demonstriert zu haben. Die paar Alten, die dort mitmarschieren und die ich noch aus den 70ern und 80ern kenne, werden es vermutlich in diesem Leben nicht mehr schaffen eine weitergehende Perspektive zu entwickeln als nur irgendwelchen altbekannten und wohlfeilen Parolen und Ansichten, hinter denen sich immer mehr Mörder und Geiselnehmer verschanzen, herzurennen.

Ist die Taktik der Hammas so schwer zu durchschauen, dass man nicht bemerkt, wie sie sich durch Sozialarbeit und milde Gaben bei der Bevölkerung einschleimen und dieselbe dann als Schutzschild und Geisel gegen die, durch sie provozierten, israelischen Gegenschläge zu benutzen? Diese Erkenntnis müsste doch einer/m deutschen Linksintellektuellen, über alle ideologischen Grenzen hinweg, gelingen, sollte man meinen.

Linke und Hamas marschieren
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