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Freitag, 16. Januar 2009

Freiheit für Tibet - Bo Rangzen


Tibet war vor der Besetzung durch die VR - China unabhängig. Außer Volk und Land gab es eine eigene Sprache, eine eigene Schrift, eine eigene Währung, eine eigenen Nationalflagge und alles anderen was zu einem unabhängigen Staat gehört.

China beutet nun seit über einem halben Jahrhundert Tibet aus: Wälder werden rücksichtslos und ohne System abgeholzt, Edelmetalle und andere Bodenschätze werden abgebaut, Kulturschätze werden ins Ausland verkauft.

Tibet wird zu Chinas Müllgrube – Atommüll und andere gefährlichen Stoffe werden in Tibet endgelagert. Die Folgen für Tibet aber auch für die Welt durch radioaktive Strahlung und Vergiftungen sind schon jetzt absehbar.

Menschen wurden und werden inhaftiert und gefoltert. Das galt schon immer wenn man eine andere Meinung als die regierende Partei hatte. Nach den jüngsten Unruhen reicht es schon ein Tibeter zu sein um große Gefahr zu laufen verhaftet zu werden. Perfide Foltermethoden wie z.B. Elektroschocks sind an der Tagesordnung.

Systematische Sterilisierung tibetischer Frauen. Unter dem Vorwand sich zu einer medizinischen Untersuchung zu melden wurden Frauen in medizinische Einrichtungen geladen in denen sie ohne ihr Wissen und Einverständnis sterilisiert wurden.

Durch Zuzug von Chinesen werden die Tibeter im eigenen Land zur Minderheit. Dies gilt bereits für Lhasa und viele andere tibetische Städte. Nahezu alle Geschäfte, vor allem die lukrativen, sind fest in der Hand von Chinesen. Tibeter werden als Menschen zweiter Klasse, nicht nur in Tibet, behandelt, die sich für einfachste Arbeiten verdingen müssen um zu überleben.


Klöster und andere historische Gebäude wurden geschändet und zerstört. Mentsekang. die Hochschule für traditionelle tibetische Medizin auf dem Chagpori-Hügel gegenüber dem Potala-Palast, sowie ca. 6000 Klöster darunter Ganden, Tsurpu und Tsera, um nur die größten zu nennen, wurden zerstört.

Die wenigen Klöster und Tempel, die nicht der chinesischen Zerstörung zum Opfer gefallen sind bzw. von Tibetern teilweise wieder aufgebaut wurden, werden als Touristenattraktionen zweckentfremdet. Die Mönche und Nonnen werden sofort verhaftet wenn sie sich für mehr tibetische Autonomie und Religionsfreiheit aussprechen. Sie sind von den chinesischen Offiziellen nur als Statisten gesehen und geduldet.


Die alte tibetisch-buddhistische Kultur wird systematisch zerstört und ihre Reste zur Folklore für Touristen gemacht. Erst nachdem die chinesischen Besatzer bereits viele Buddhafiguren ihrer Edelsteine beraubt und das Gold der Tempel eingeschmolzen hatten wurde ihnen bewusst, dass auch die tibetische Kultur sich vermarkten ließ. Chinesische Händler verkaufen billige Imitationen tibetischer Trachten und tibetischer Kunstwerke an Touristen.

Die Entführung religiöser Führer Tibets durch die chinesische Regierung und ihr Ersetzen durch Nachwuchs von Parteimitgliedern wird, noch nicht erfolgreich, praktiziert. Der von den Tibetern anerkannte und beliebte Panchen Lama wurde von den chinesichen Behörden verschleppt und ist seit Jahren verschollen. Anstelle von ihm wurde das Kind eines Parteikaders den Mönchen und Tibetern als neuer Panchen Lama vorgesetzt. Die Tibeter in Tibet akzeptieren diesen "Panschen Lama" nur unter Zwang.

Die tibetische Sprache wird mehr und mehr durch das in Zentralchina übliche vereinfachte Chinesisch ersetzt. Tibetisch wird in den meisten Schulen nur noch als Zweitsprache gelehrt. Für die meisten Tibeter sind viele Bildungsangebote überhaupt nicht zugänglich.


Die von den Chinesen ins Land gebrachte Infrastruktur dient nur der weiteren Unterdrückung und Ausbeutung des Landes. Die Stromleitungen und Straßen z.B. führen von einer chinesisch-militärischen Einrichtung zur anderen und in die chinesischen Viertel der Städte. Bei der Planung der Infrastruktur ging und geht es nur um chinesische Interessen. Die Bedürfnisse der Tibeter werden ignoriert und spielen keine Rolle.

Die chinesische Regierung hält die Weltöffentlichkeit offensichtlich für blind und dumm. Sie hofft, dass durch ständige Wiederholung ihre Lügen zu Wahrheiten werden. So werden historische Fakten zur Unabhängigkeit Tibets vor 1950 ignoriert und völlig außer Acht gelassen. In chinesischen Schulen wird ausschließlich nationalistische Propaganda zum Lehrstoff. Viele Chinesen haben nur diese Propaganda der Pseudokommunisten als Geschichtsbild und haben Schwierigkeiten mit der Wahrheit umzugehen.

Der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages stellte bereits 1987 fest:

„Die Staatengemeinschaft geht zwar davon aus, dass Tibet Teil des chinesischen Staatsverbandes ist, doch wurde der Status Tibets nicht geklärt. Zum Zeitpunkt der gewaltsamen Einverleibung in den chinesischen Staatsverband war es ein eigenständiger Staat. China hat keinen wirksamen Gebietstitel erworben, weil es dem Grundprinzip des aus dem Gewaltverbot hervorgehenden Annexionsverbots entgegensteht. Die Effektivität tatsächlicher Herrschaftsgewalt über ein Gebiet vermag keinen Gebietserwerb zu bewirken.“

Der Deutsche Bundestag stellte im Jahr 1996 mit einer sehr großen Mehrheit die gewaltsame Unterdrückung Tibets und Repressionspolitik Chinas fest:

„Beginnend mit den unmenschlichen Militäraktionen seit dem Einmarsch Chinas im Jahr 1950, dauert die gewaltsame Unterdrückung Tibets und seines Strebens nach politischer, ethnischer, kultureller und religiöser Selbstbestimmung bis heute an. Die fortgesetzte Repressionspolitik Chinas in Tibet hat schwere Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörungen sowie massive wirtschaftliche, soziale, rechtliche und politische Benachteiligungen der tibetischen Bevölkerung und letztlich die Sinisierung Tibets zur Folge.“
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