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Samstag, 31. März 2012

BILD und die Ahnungslosigkeit der Piraten

Heute morgen klingelt mein Telefon und eine Verwandte aus einem Dorf in der Pfalz ruf an, um mich nach den Piraten zu fragen. Sie hat heute in der Zeitung gelesen, dass die Piraten sich gerade selbst versenken. Auf meine Nachfrage wurde mir gebeichtet, dass es sich bei der "Zeitung" um die BILD-Zeitung handelt. Entschuldigend wurde hinzu gefügt, dass es das einzige Blatt sei, welches im Dorf und beim Bäcker zu haben sei.

Die Piraten, so das Klatsch-Blatt, wären in Gestalt von Sebastian Nerz und Christopher Lauer direkt in zwei Sendungen zu sehen gewesen. Sie hatten "keine Ahnung" zu den "Schlecker-Frauen" und später dann doch was gesagt. So verstand meine Verwandten zumindest, was sie über die BILD erfahren zu haben glaubte.

Da ich zumindest eine der beiden Sendungen gesehen hatte klickte ich doch mal die BILD-"Zeitung" an und schaute, was dort berichtet wurde. Es war eindeutig festzustellen, dass es anscheinend den Horizont der BILD Schreiber übersteigt, dass Mitglieder einer Partei eine eigene Meinung haben dürfen, ja bei den Piraten sogar haben sollen. Kann natürlich sein, dass sie diesen Unsinn auch nur aus purer Boshaftigkeit geschrieben haben. Aber wer blickt bei denen und ihrer Motivation bzw. Geisteshaltung schon durch...

Sehr richtig wurde von beiden TV-Gesprächsteilnehmern gesagt, dass es zu Themen wie Arbeitsmarkt, Schulden machen und Subventionierung noch keine Parteimeinung gibt. Dass sie selbst eine Meinung zu den Themen hatten und diese auch äußerten, ist völlig in Ordnung und folgt einem der Lieblings-Slogans der Piraten: "Denk selbst!".



Also in diesem Sinne: "Vertrau keinem Plakat, vertrau vor allem auch nicht der BILD-Zeitung, denkt selbst!"

Am Ende des Telefongespräches habe ich versprochen, ein paar Links zu informativen Zeitungen zu schicken, da man heutzutage auch im Dorf nicht dazu verurteilt ist als einzige Informationsquelle dieses Blatt zu lesen. Wenn es eine Tageszeitung aus Papier sein soll, habe ich die Süddeutsche, die Frankfurter Rundschau oder gar die Rhein-Neckar-Zeitung im Abonnement empfohlen.
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