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Freitag, 8. Mai 2009

Sekten oder unheilsame Strukturen?

Sekte (lat. secta „Richtung“, von sequi, „folgen“, in der Bedeutung beeinflusst von secare, „schneiden, abtrennen“)
Aufgrund seiner Geschichte und Prägung durch den kirchlichen Sprachgebrauch bekam der Ausdruck abwertenden Charakter und verbindet sich heute mit negativen Vorstellungen, wie der möglichen Gefährdung von etablierten religiösen Gemeinschaften oder Kirchen, Staaten oder Gesellschaften.

Das ist die Definition des Begriffs bei Wikipedia.

Für mich beinhaltet der Begriff auch Instrumentalisierung und Missbrauch von Menschen in Gruppenzusammenhängen und im Zusammenhang mit bestimmten Ideologien. So habe ich mich in früheren Jahren bei bestimmten "linken" Gruppen immer recht unbeliebt gemacht, wenn ich sie zusammen mit religiösen "Sekten" genannt habe.


Bei den Religiösen waren es immer Personen, die vorgaben einen besonders intensiven Kontakt zum "Göttlichen" oder zur "Erleuchtung" zu haben. Bei den Politischen waren es Leute, die "ihren Marx" gelesen hatten und vorgaben den "wissenschaftlichen Marxismus" soweit rational durchdrungen zu haben, dass es kaum noch möglich war mit Argumenten oder gar anderen Meinungen zu ihnen durchzukommen. Meistens geht diese Art von Sektentum mit der Erstellung eines geschlossenen Weltbildes einher. Widerspricht diesem Weltbild etwas, dann ist es der böse Feind (Teufel, Dämonen, Klassenfeind etc.) der versucht Einfluss zu nehmen, das schweißt die "Gläubigen" zusammen und die Struktur verfestigt sich eher noch.

Die DBU hat sich, erkennend, dass sich auch der Buddhismus von solchen Entwicklungen nicht frei halten kann, vor nicht allzu langer Zeit eine Schrift entwickelt, die sich mit den Merkmalen beschäftigt, die solche Gruppen kennzeichnen. Der Begriff "Sekten" wurde bewusst vermieden. Die Überschrift ist daher auch

Heilsame und unheilsame Strukturen in Gruppen

Interessante Seite zum Thema aus Buddhistischer Sicht
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